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* Donaubrücke - Regionenbrücke-1996
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Öffentliche VP-Diskussionsrunde-2008

* Unser Trafikant in Kritzendorf- 1987
 

 
Klosterneuburger Nachrichten- 51. Jahr- Klbg älteste Zeitung Freitag, 2. August 1996  -  Titelseite
 
Donaubrücke - Regionenbrücke       

Brücken und Straßen sind immer Verbindungen zwischen Menschen, so auch eine Donaubrücke zwischen Korneuburg und Klosterneuburg. Vor vielen Jahren stand das Brückenprojekt im Mittelpunkt heißer Diskussionen im Raume Klosterneuburg. Durch politische Uneinigkeit und diverse Querschüsse aus Teilen der Wirtschaft wurde dieses jedoch zu Fall gebracht und damit aus dem Bundesstraßenkonzept gestrichen. Heute erkennt man den Fehler. Viele Probleme in Klosterneuburg haben als Wurzel die Verkehrsthematik und sind daher oft unlösbar, was auch wirtschaftlich zum Nachteil gereicht.
Verkehrskonzepte, diverse Planungen- und auch der Martinstunnel sind gute Ansätze im einzelnen, jedoch nur Teillösungen und brauchen zur Umsetzung einen großen Zeitraum. Daher sollte in einem großen Gesamtkonzept eine Brücke wieder eingeplant werden. Wobei Tunnel und diverse Anbindungen auch im Bereiche Donautal ihren Niederschlag finden müssen um dadurch das Stadtzentrum zu entlasten. Das würde sich auch für die Geschäftswelt positiv auswirken.
Zu bedauern ist, dass die Stadt Klosterneuburg im Verkehrskonzept Ost-Region mit keinem Wort erwähnt wird und somit im Lande auch keine Bedeutung erlangen wird. Klosterneuburg als drittgrößte Stadt unseres Bundeslandes muss auch hier einen bedeutenden Stellenwert erlangen. Viele Gemeinden entlang der Donau fordern immer wieder Brücken. Einige wurden errichtet, einige sind in Planung. Nur Kloosterneuburg geht auch hier leer aus. Es ist vollkommen klar, dass ein solches Vorhaben nicht von heute auf morgen verwirklicht werden kann. Aber in die Zukunft blickend, muss daran gearbeitet werden.
Ich glaube, die seinerzeitige Angst vor dem linken Donauufer ist heute vollkommen unbegründet. Sei es vom Verkehrsaufkommen her, noch aus wirtschaftlicher Sicht. Klosterneuburg hat heute vieles zu bieten und könnte in Zukunft sicherlich noch an Bedeutung gewinnen. Sei es im Fremdenverkehr, Kultur, Sport und Wirtschaft. Eine Stadt wie Klosterneuburg - vor den Toren Wiens - sollte von allen Seiten erreichbar sein und ausstrahlen.
Das Thema `Brücke´ darf keine politische Einbahn sein, sondern von allen Verantwortlichen gemeinsam getragen werden. Im Interesse einer positiven Entwicklung unserer Stadt im nächsten Jahrtausend. Die Zukunft muss unser Ziel sein. Dann können wir die Probleme von heute richtig einschätzen und einer Lösung zuführen.
Vielleicht wird mein Gedankengang als Zeilenfüller in den Sommermonaten angesehen. Das sollte es wirklich nicht sein. Sondern Anregung zum Überdenken. Vielleicht kann auch der Brückengedanke Verbindung zu unterschiedlichen Anschauungen herstellen, die dann auch zu einem gemeinsamen Weg führen, der einfach `Ja´ zur Donaubrücke - lautet.
Komm. Rat Peter Hascher
Obmann der Wirtschaftskammer
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Alles noch in `Butter´... Wann kommt das `Aus?´ - NÖN  Woche Nr. 27 / 1987, Klosterneuburg - Seite 9
 
Unser Trafikant in... KRITZENDORF
 
Mitten im `kleinen Geschäftszentrum´ Kritzendorfs betreibt der Gemeinderat (und seit kurzem auch Handelskammer-Obmann) Peter Hascher zusammen mit Gattin Renate und zwei Verkäuferinnen seine Gemischtwarenhandlung. Der Familienbetrieb - größter Nahver-sorger des Ortsteils . existiert seit 1925. Peter Hascher, der seit seiner Kindheit in das Geschäft hineingewachsen ist, leitet es seit 19 Jahren. Bei den Trafikwaren gehen, so Hascher, besonders die örtlichen Zeitungen recht gut. Der Umsatz-Höhepunkt liegt allerdings im Sommer, wo die Zweitwohnungsbesitzer und Badegäste für eine Belebung sorgen.
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Öffentl. VP- Diskussionsrunde, 18.6.2008, 20.06.2008, 17 Uhr 
Babenbergerhalle Klosterneuburg, 19 Uhr
158 Personen versammelten sich am 18.6.2008 ab 19 Uhr im Festsaal der Babenbergerhalle, um an einer Bürgerdiskussion teilzunehmen. Weil das Thema keine neuen Aspekte ins Spiel brachte, sondern seit mehr als 20 Jahren in stumpfen Fortsetzungen wiedergekaut wird, konnten gleich gar keine zündenden Neuigkeiten erwartet werden. Zudem wollte, vermutlich wegen begründeter Vorwürfe und lächerlicher Wiederholungen, Bürgermeister Dr. Schuh keine kritischen Äußerungen des Publikums zulassen. Diese „Angst“ vor den Gästen, gipfelte schließlich von einem peinlichen Verbot zum `Spontan Beifall´, der zu griffigen Aussagen verschiedener Wortmeldungen zu hören war: 158 Personen versammelten sich am 18.6.2008 ab 19 Uhr im Festsaal der Babenbergerhalle, um an einer Bürgerdiskussion teilzunehmen.
Weil das Thema keine neuen Aspekte ins Spiel brachte, sondern seit mehr als 20 Jahren in stumpfen Fortsetzungen wiedergekaut wird, konnten gleich gar keine zündenden Neuigkeiten erwartet werden. Zudem wollte, vermutlich wegen begründeter Vorwürfe und lächerlicher Wiederholungen, Bürgermeister Dr. Schuh keine kritischen Äußerungen des Publikums zulassen. Diese „Angst“ vor den Gästen, gipfelte schließlich von einem peinlichen Verbot zum `Spontan Beifall´, der zu griffigen Aussagen verschiedener Wortmeldungen zu hören war:
„Bitte keinen störenden Applaus- nur einmal zum Schluss, damit wir nicht zu viel Zeit verlieren“, posaunte Schuh ins Publikum. Ein Befehlston, der nicht gut ankam. Schuh erhielt die Ablehnung, die er verdiente. Auch sonst konnte der Bürgermeister nicht brillieren. Zuletzt hatte er auch das Thema völlig verfehlt. So fiel kein Wort über das `so wichtig´ scheinende Klosterneuburger Tunnel- Projekt.
Fragen, Anregungen und Wünsche wurden kreuz und quer zum
„Gestaltungsthema“ des Stadtzentrums diskutiert. Diskussions-themen waren u.a.- Kreisverkehr – Pater Abelstraße, oder das Durchfahrts-Verbot über die Obere Stadt- was zur Folge haben würde, dass 9.000 Fahrzeuge aus dem bisherigen Schleichweg- das Stadtzentrum passieren müssen. Ein Zustand, der selbst durch einen Tunnel nicht gemindert werden kann. Zudem wurde eine derartige Tunnel-Projektstudie gar nicht erläutert.
Wie durch ein „Wunder“ gelang es aber dennoch dem Allein- Vortragenden DI Kiener- zu verkünden- „der Verkehr wird halbiert!“ Ein anderer „Kiener-Sager“: „Kein Kierlinger will dann noch über die `Obere Stadt´ nach Wien fahren!“ Um ein zuordenbares Mobilitätsmanagement zu erstellen, soll zuletzt auch das Gymnasium- Kenntnisse in einen Maßnahmenkatalog einbinden und weiter geben. Detailplanungen zur Umfahrung, die noch nicht eingeleitet wurden, können auch derzeit keine Entlastungen vorwesen.
Kommentar:
Das war die schwächste Diskussionsrunde der letzten 30 Jahre zu diesem „Un-Thema“. Niemand konnte damit etwas anfangen. Kiener sprach, Schuh stotterte, die  anderen Beamte sowie Politiker- auch SP- Hava- schwiegen, obwohl sie sich zu Diskussionsmanager erklärten.

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