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Disclaimer Impres 
 

  * Mülldeponie im Trinkwasser-Einzug
  * Abschied aus der Stadt der Hunde

  * Bürokratismus in Weidling 1993

 

* 3 neue Deponieplätze in Klbg 1989-93
* Millionengeschäft mit Müll-Wasserprobe
    Keine Verbauung am ehemaligen Bombentrichter!?  














 

 
 

 
Ansicht- Hochwasser- Foto- Österr. Bundesheer Kaserne Langenlebarn
Bild:
Klosterneuburger Mülldeponie. BH 1965 zur freundlichen Nutzung Herrn Herwig Irmler für eine Veröffentlichung zur Verfügung gestellt.
Ansichts-Lage wie in den folgenden Foto-Aufnahmen dargestellt...
 

20 Jahre nach dem Bombentreffer der amerikanischen Luftwaffe sieht man trotz des Hochwasserstandes und des nachgewachsenen Buschwerks, den mit Erde bedeckten, aber mit dem, vom "gefährlichsten Müll der Welt" gefüllten Bombentrichter. Seither besteht absolutes Bauverbot an dieser Stelle der Siedlung. Obwohl das Chorherrenstift vermutlich nicht gerne auf lukratives Bauland verzichtet. Einzelne Fachleute gehen davon aus, dass sich die Stadtgemeinde Klosterneuburg für die Inanspruchnahme dieser Grundfläche verpflichtete, mit einem entsprechenden Nutzungs-Entgelt, das Stifts-Kapitel klag- und schadlos zu halten.
Eine, von der Presse durchgeführte Anfrage an das Stift, zum Bestand dieser Deponie, wurde von einem zuständigen Sprecher so beantwortet: "Diese ehemalige Deponie wurde bereits vor vielen Jahren geräumt". Demnach müsste es ja ein Leichtes sein, diese Aussage, schriftlich und mit `Räum-Fotos´, nachweislich zu belegen. Das öffentliche Interesse für einen derartigen Nachweis - wurde bereits mehrfach ausgesprochen. Zudem ist prinzipiell zu erkennen, dass die Aussage, eines Beamten des Stifts zur Deponie-Räumung nur geringes Verständnis erkennen lässt.
War doch der Deponie-Nutzer - die Stadt Klosterneuburg - und diese zweifellos somit auch der Räumungsverpflichtete. Die Gemeinde ist hiefür aber noch nicht in Erscheinung getreten. Dafür müsste auch zuerst das Chorherrenstift, der Stadtgemeinde, den `Müll-Nutzungsvertrag´ aufkündigen
!
Um diese `schwierige´ Problematik noch deutlicher erkennen zu können, blicken wir auf eine ähnlich gelagerte Pressemeldung:
 
Die Kleine - Lokales - Do. 26. Juli 1990 Ihre KLEINE deckt auf: 
Millionengeschäft mit den Monats - Wasserproben! Jeden Tag selbst testen - kostet nur ein Tausendstel Eigenbericht DIE KLEINE
Klosterneuburg / Der Leichtsinn der Verhunzung des städtischen Brunnengebietes Kuhau durch Deponien in der Vergangenheit und durch eine widersinnige Besiedlung bis in die Gegenwart ohne jede Maßnahme zur sicheren Ent-sorgung der Abwässer, kostet viel:
Noch weiß niemand, was die Absicherung oder gar Entfernung der Dutzenden Deponien kosten wird - und ob sich dies Klosterneuburg überhaupt leisten kann oder der Grundbesitzer
Chorherren-Stift zahlen muss, das mehrfach Eigengrund für Deponie-Pläne der Gemeinde freundlicher-weise zur Verfügung stellte?
 

Über eines müssen oder sollten wir uns im Klaren sein. Das Chorherrenstift hat nicht nur eine `Mitwirkungsrolle´ im politischen Stadt-Gefüge. Das Stift lässt uns immer wieder eine vernunftorientierte `Führungsrolle´ erkennen, die wir nicht nur ernst nehmen sollen oder müssen. Es ist vielmehr von Vernunft zu sprechen, unsere Bemühungen zu einem guten und nicht zuletzt aufstrebenden Verständnis mit der `Stiftsführung´ gemeinsam weiter aufzubauen und zu stärken!

 


 














 

An dieser Mülldeponie herrscht unbewohntes Gebiet

Warum
verzichtet

das Stift

auf eine so
große Bau-
grundfläche.
Weil man
auf Müll
nicht bauen
darf!?
Bekommt

das Stift
eine Ent-

schädigung?
<


 














 

Beim Bombardement der Stadt Korneuburg im Jahre 1945, wurde
auch Klosterneuburgs Au von Bomben mehrfach getroffen.
Die Bombentrichter
in der Klosterneuburger Au, wurden nicht zuletzt auch als Müll- Deponie in Anspruch genommen. Sie wurde mit Erde bedeckt und nicht weiter verwendet oder bebaut. Es ist aber zweifelsfrei so, dass sich auch heute noch gefährliches Gut im Trinkwasser- Einzugsgebiet - in den ehemaligen Bombentrichtern befindet.
Der folgenschwerste Angriff der Amerikaner im 2. Weltkrieg – begann in Kierling durch einige Ziel-Bomben. Das Haupt-Bombardement erfolgte am 20.03.1945 auf Korneuburg. Viele Gebäude wurden zerstört – und 132 Tote Bürger waren zu beklagen.
Das Korneuburger Krankenhaus, die evangelische Kirche, sowie viele Privathäuser wurden schwer beschädigt, bzw. komplett zerstört. Und wie gesagt, fielen auch Bomben auf das Klosterneuburger Augebiet.
Ob Gesundheitsgefährdende Stoffe der bedeutendsten Mülldeponie unserer Stadt die Klosterneuburger Bürger gefährden könnten, wird von Fachleuten als Prüfungsnotwendigkeit empfunden.

 


 














 

 


 














 




 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf einer Mülldeponie können, verständlicher weise, keine Siedlungsbauten errichtet werden. Ob das Klosterneuburger Trinkwasser ebenfalls dadurch belastet sein könnte, ist einer Prüfung zu unterziehen. Eine Reinheitsgarantie kann nur gewährleistet sein, wenn die Altlasten zur Gänze entfernt wurden. Und vor allem müssen sie einer gewissenhaften Projektprüfung unterzogen werden. Vor allem muss die Frage geklärt sein: `Ist dieser Bereich, wie vermutet, tatsächlich von radioaktivem Strahlungsabfall des Krankenhauses kontaminiert´? Auf das Ergebnis wartet die Stadt mit Spannung...

 

 


 














 

Die ehemalige Mülldeponie wird immer wieder durch Hoch-wasser belastet. Und somit kann diese Altlasten-Sammlung auch das Trinkwasser gefährden. Diese Gefahr muss einmal an dieser Stelle ausgeräumt werden. Zum Zweiten sind auch andere Gefahrenstellen, wie aus dem Bereich der Umfahrung und anderer Komponenten zu prüfen.
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Korneuburg- Luftaufnahme mit Blick auf das Donaukraftwerk vom März 1945: Durch die Bombenlast am Kraftwerk, liefen 1o.ooo Tonnen Rohöl aus. Dadurch ist heute noch das Trinkwasser der Stadt belastet.

 


 














 

 
Die Kleine
   25.3.1994  Nr. 910
Au-Groteske um Mülldeponie:
Neue Gutachten um Millionen!
Statt einen Müllplatz, der seit 30 Jahren still ist, auch weiterhin schlafen zu lassen, pfuschen Sachverständige und sonstige politische Einsteiger an der Au-Deponie herum, was dem Steuerzahler bisher allein an Honoraren für die Gutachter Millionen kostete. Die Räumung wird an die 170 Millionen Kosten verursachen. Über diesen Punkt wird im Rathaus heftig gestritten, die Sachverständigen erhielten wiederum einen Millionenauftrag für neue Gutachten.
Eigenbericht - die kleine Neuburger- Zeitung G.A Neumann
Dicke Luft zwischen den Fraktionen des Klosterneuburger Gemeinderates und verbreitete Ratlosigkeit, trotz Millionenzahlungen an Sachverständige. Nach einem rasanten Streit zwischen Verkehrsstadtrat Mag. Werner Schmidt und Sachverständigen der Beratungsfirma, drohen sich die Streithähne Wiedersehen vor Gericht an. Und am Ende der unerfreulichen Affäre steht ein neuer Auftrag für die Sachverständigen ins Haus. Diesmal um drei Millionen. Denn vielleicht gelingt es, den illegal deponierten Mist (geschehen vor mehr als 30 Jahren!!) an Ort und Stelle mit Bedacht zu sortieren. In harmlosen Bestand und Sondermüll, was eine erhebliche Reduzierung der Kosten auslösen könnte. Da die Gemeindekasse infolge mehrerer Unglücksfälle ohnehin darüber nachzudenken hat, wer diesen Finanzfall überhaupt heraufbeschwor, und auch warum!?
Über 30 Jahre schlummert der Dreck in der Kritzendorfer Au, ohne dass dem Brunnen-Tiefgewässern ein Schaden zugefügt worden ist. Und jetzt auf einmal diese gigantische Arbeitsbeschaffung für Sachverständige und Müll-Fachfirmen, die Preise verrechnen, die allein schon Ärgernis bereiten.
Da es gelungen ist, Müll zu einer höchstrangigen Sache hochzuputschen, sind auch die Preise für die Müllreferate (und Referenten) hoch gestiegen.
Zuerst hieß es, dass die Räumlichkeiten der Bund, dann das Land und schließlich das Chorherrenstift berappen müsse. Jetzt haben zwei Gerichtshöfe den Spieß umgedreht - und die Stadtgemeinde Klosterneuburg, die ja Kritzendorfs Kommune okkupierte, muss den Vorgang ausfinanzieren, entschieden die Richter. An wen sich die Gemeinde dann im Nachhinein auch wenden wird...
Die Stadtgemeinde Klosterneuburg sollte Sicherungsmaßnahmen ergreifen und das Millionengeld in der Auffindung und Absicherung einer eigenen Deponie einsetzen. Und zwar ohne Rücksicht auf Reden und Gutachterei!

 


 














 

 
Ein anderes Thema - mit ähnlicher Projektfolge!    
Stadt der Hundefreunde...

 
In der Einführung wird uns von einer beachtlichen Tradition dieser Aktivität berichtet. Die Hundefreunde wurden vereinsmäßig im Jahre 1922 vom weltbekannten Kynologen Prof. DDr. Emil Hauck gegründet. Schon im Jahre 1923 war in Klosterneuburg die Rassehundezuchtschau ein großer Erfolg. Liebhart war es, der den Verein wieder zu Ansehen bringen wollte. Und da war es eben unser Klosterneuburg mit seinen vielen Hundefreunden, das entscheidend half.
Hademar Bankhofer und Chefredakteur Prof. Gustav Adolf Neumann waren Mitbegründer des Vereins der Hundefreunde der Stadt. Bürgermeister ÖR Resperger- GR Zuschmann halfen dem Verein kräftig auf die Beine. Schon im Jahre 1976 konnte die 1. Rassehunde- Zuchtschau in der Babenbergerhalle mit großem Erfolg durchgeführt werden. 1977 wurde der `Hundeerziehungsplatz´ auf der Höhenstraße mit großzügiger Hilfe des Stiftes und der Gemeinde-Verwaltung eröffnet. 1979 wurde die 4. Klbg. Rassehundezuchtschau veranstaltet. Es kam erneut zur Vergabe des Titels.
Schuh: Hundebesitzer- Ja,  /  Hundeausstellung- Nein? v

 

                                                                                       Bgm. Dr. Schuh liebt seinen Hund
"SIEGER KLOSTERNEUBURG"  

Eine wunderschöne, alte Glasglocke, li, zierte die Vereins- Aktivi-täten zu jahrelanger Freude aller Funktionäre und begeisterten Ausstellungsfreunden. Die Inschrift lautet: VH Klosterneuburg Stadt der Hundefreunde. Dieses seltene Hunde-Projekt im Bild.

 


 














 

1993: Dr. Schuh: `Nie mehr eine Hunde-Show in Kloburg!´ rechts:
                               Kommentar von Herwig Irmler:
 
"Stadt der Hundefreunde" stand unter Anführungszeichen auf der Titelseite des Ausstellungskatalogs. Die 13. Klbg. Hundeausstellung in der Babenbergerhalle stand aber unter keinem guten Vorzeichen. Es war nämlich hier der letzte int. Auftritt der treuen Vierbeiner. Ausstellungsleiter Helmut Nigl vom örtlichen Verein der  Hundefreunde erklärt das so: "Bgm. Schuh kann eine weitere Einladung nicht verantworten, weil sich die Bürger wegen dem Übermäßigen Schmutz - sprich `Hundekot´ beschweren". Natürlich ist es erfreulich, dass dem Stadtvater wenigstens in dieser Angelegenheit, die Bürger `heilig´ sind. Es scheint aber so, dass eine ablehnende Haltung nicht ausgesprochen werden darf. Denn in besagter Broschüre heißt Dr. Schuh die  Hundefreunde willkommen. Er lobt Perfektionismus und  meint:
"Diese Veranstaltung, die unserem Haustier - dem besten Freund des Menschen gewidmet ist, findet auch bei unserer Bevölkerung großen Anklang."

Bei der Frage: Soll das Rekordergebnis von über 900 zur Prämierung angetretenen Hunden nur mehr in unserer Erinnerung verankert sein, fällt mir ein: `Jedes Ding hat zwei Seiten´- und Probleme bedürfen einer Lösungsfindung. Klar ist es unangenehm, dass u.a. auch der GR-Mandatar der tierfreundlichen Bürgerunion in das bekannte "Glück" stieg. Hier sehe ich aber eine eindeutige Organisationsschwäche. Der Veranstalter hätte auch dem Gesetz genüge getan, wenn er an "Frauerl" Hundund "Herrl" Plastiksäcke und Schauferl verteilt hätte. Der Fremdenverkehr würde jedenfalls, von der Abnahme weiterer geruchsintensiver Begegnungen dieser Art, profitieren. Die Stadt könnte ja künftig, allein für die Nächtigung der Hundebesitzer, derartige Hilfen anbieten. So etwas ist auch dem Tullner Bürgermeister Willi Stift bekannt. Er freut sich schon auf die interessierten
Gäste.
Willi Stift:
"Nur eine lebendige Stadt ist eine Stadt mit Zukunft. Dafür muss man aber auch etwas tun."            >
Der Hunde-Abschied von der Babenbergerstadt ist jedenfalls besiegelt. Und - als würden auch die Hunde diese traurige Endgültigkeit unserer Stadt verstehen, ertönte ein unmissverständliches `wau - wau!´ Diese Töne werden mir noch lange im Ohr klingen... 
Herwig Irmler

 


 














 

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Bürokratismus in Weidling:  Am Geheimplatz Bau-Lizenzen 
Eigenbericht DIE KLEINE-Klosternbg. Zeitung Nr. 861 Freitag, 19. März 1993

 
Horror-Vorstellung: Durch diese Weidlinger Enge sind 40.000 Lastkraftwagenfuhren `geplant´, um Müll von einer Stifts-Deponie zur anderen zu karren?  Winter-Foto:
H. Irmler
 
Für Unsinnfuhren kein Platz! Dieses Irmler-Foto zeigt drastisch auf, was am Schreibtisch `geplant´ wird, taugt nicht gleich!
Das Titelbild veranschaulicht, in was sich da Geheim-diplomatie- oder wie sonst zu nennen- verstiegen hat: Durch die Weidlinger Enge sollten innerhalb weniger Sommermonate noch 45.000 Lastkraftfuhren geschleust werden können! Das kann doch nur die Ausgeburt einer puren Verzweiflung sein, die hier das Absurde als geheime Rathaussache umschließen möchte, ohne auch nur einen Funken einer Chance zu besitzen, dass dieses Vorhaben je in die Tat umgesetzt wer- den könnte. Dazu kommt, dass das gleiche Rathaus am Weidlinger Sondermüll-Platz -

 


 














 

jetzt eine Reihe von Baugenehmigungen für Objekte erteilte, die ohnehin schon dort  stehen,  für Biotop einem vertretbaren
Zweck dienen, aber dennoch problematisch, wie auch das Amt der NÖ Landesregierung mehrfach konstatierte. Illegale Bauten hätte das Biotop zu entfernen. Legale Bauwerke müsste die Gemeinde entschädigen... So geheim wurde also der Lebeth zugeordnete Umsiedlungsplan gehalten, dass selbst im internen Rathausbetrieb so getan wurde, als ob dort ohnehin nichts los sei. Friedrich: "Dort wohnt keine Bevölkerung!" Man hat zwar damit den Nagel auf den Kopf getroffen, aber warum muss man sich bei einer solchen Selbstverständlichkeit selbst schmerzhaft auf die Finger hauen?
Das Chorherrenstift Klosterneuburg als Grundbesitzer der illegalen Audeponie und der legalen Weidlinger Altdeponie unter dem Grund, am heutigen Biotop zur Kompostierung verwertet, hat entgegen von versuchten Entlastungen seitens der Rathauskorrespondenz keine Möglichkeit einer Zustimmung dargelegt. Im Gegenteil. Es ist beschlossene Sache, dass Müll ein zweites Mal nicht auf Stiftsgründen postiert werden darf.
Schon aus diesem einfachen Grund erübrigt sich eigentlich jede geheime oder offene Diskussion über ein derartiges Vorhaben. So lange das Chorherrenstift auf diesem korrekten Standpunkt bleibt, besteht daher auch kein Anlass, ein diesem Thema zu widmendes extra- Bachgespräch im Verein `Lebenswertes Weidlingtal´ zu veranstalten. Jedoch wird im Herbst 1993 ein schon seit längerem geplantes Bachgespräch unter der Leitung von Präsident Neumann organisiert. Wozu dann die entsprechenden Einladungen ergehen werden. Zu diesem Gespräch werden die beiden Umweltgemeinderäte eingeladen. Deren Leistung werden in diesem Zusammenhang geklärt. Der schwarze Diplomkaufmann Abheiter hielt sich bisher in dieser Frage in Deckung. Der rote Direktor Friedrich verriet wenigstens vorzeitig das "Geheimnis", wenngleich an eine Zeitung, die in Klosterneuburg nur selten gelesen wird. Aber immerhin...  Die Frage ist im Raum: War das alles, was die beiden Umweltgemeinderäte zu einem derartigen Projekt zu sagen hatten? Und welche Leistung ist diesmal über den Stadtrat für die Entsorgung, Krankenhausdirektor Anton Pohl, zu berichten? Er hat dankenswerter Weise in zwei Briefen die Notwendigkeit der Erhaltung des Kritzendorfer Tierheims annonciert. Aber die Öffentlichkeit hätte aus seiner Feder mehr über die Altlastensanierung und über die Fertigstellung der Kanalversorgung in den Klosterneuburger Gemeinden erfahren sollen! Über das Gutachten der Sachverständigen Lebeth und Novy wird Ihre KLEINE in der nächsten Ausgabe berichten.

 


 














 

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Wissenschafter finden 3 neue Deponieplätze  
Eigenbericht DIE KLEINE  Klbg Zeitung Nr. 862 Freitag, 26. März 1993
Die Gutachter Dr. Walter Nowy, Geologie-Ingenieur, und Dipl. Ing. Franz Lebeth, Fachbeamter der Stadt Wien für Abfall-Entsorgungsfragen, beide wohnhaft in Klosterneuburg, suchten auftragsgemäß nach Standorten für eine neue Deponie im Gemeindegebiet von Klosterneuburg und ermittelten drei neue Möglichkeiten. Jedoch auch die Erweiterung einer Alt-Deponie nach deren kompletter Absicherung. Keine Frage: Der Geologe Walter Nowy und der Altlasten-Experte Franz Lebeth widmeten sich mit Hingabe, der gestellten Aufgabe für ihre Heimatstadt Klbg, eine neue, geeignete Mülldeponie zu finden. Ein Unterfangen, das sensibel bis dorthinaus ist. Aber auch dringend, wie ein stück Brot. Nach gründlichen Analysen kamen die beiden Gutachter zum 52-seitigen Vorschlag, drei neue Standorte für eine derartige Deponie zu prüfen.
1.
Rechtlich durch die Wasserrechtsbehörde der BH-Wien-Umgebung.
2.
Politisch - durch die Willensbildung des Klbg Gemeinderates, dem
    einer der nunmehrigen Gutachter, nämlich Franz Lebeth, 
    beinahe angehört hätte.
Wäre nicht auf seiner sozialdemokratischen Liste die verschworene Genossenschaft der Maria Gugginger derart auf D
raht gewesen, dass in dieser Session des  Klbg Gemeinderates nur noch Maria Gugginger als Ersatz nach berufen werden können. Falls eine Willensbildung für ein Deponie-Projekt zu finden ist, wären die Grundbesitzer zu Vertragsgesprächen einzuladen.
 

 


 














 

Neu im Gespräch:
Standorte in Maria Gugging, Kierling und Weidling
Als neue Standorte für Mülldeponien konnten aufgrund von geologischen und verkehrstechnischen Untersuchungen der beiden Fachgelehrten drei Standorte ermittelt werden:
* In Maria Gugging Poppenwald, der schon jetzt 
   verkehrstechnisch aufgeschlossen ist.
* In Kierling - 6 Plätze im Kierlinger Forst.
* In Weidling - der Standortbereich Rotgraben.
Alle diese Plätze sind im Wesentlichen nicht im Besitz der Stadtgemeinde, sondern der
Bundesforste und des Chorherrenstiftes sowie einer Reihe von Privateigentümern. Zuletzt sind sie vorwiegend aus der kaum vertretenen heimischen Landwirtschaft- und aus Israel, durchwegs landwirtschaftlich genutzt. Mit den Grundeigentümern wurde vorerst keine Gesprächsbasis gesucht, da ein viertes Projekt  - rein wissenschaftlich geologisch und Altlasten sanierend beurteilt - mehr Vorteile verspricht.
Das `Ei der Stadt Wien´: Altlastensanierung,
verbunden mit Deponieverdoppelung.

Ein vierter Standort, nämlich die stillgelegte Deponie in Hinterweidling neben und inklusive des heutigen Standortes der Weidlingbacher Firma Biotop, erweckte das besondere Interesse des DI Franz Lebeth, weil er wie bestellt, auf verschiedene Wiener Projektierungen hinweist: Eine erforderliche Sanierung des Standortes verbindet man mit einer erheblichen Ausweitung der Deponie auf Basis der modernsten Absicherung, die nach dem Stand der Technik möglich ist. Dieses, `Zwei Fliegen auf einen Streich schlagen´, ist in der Tat äußerst zweckmäßig und billiger als alle anderen Vorhaben sein können, wenn die sonstigen Voraussetzungen zutreffen. Tatsächlich könnten prinzipiell in Hinterweidling (neben dem Heurigenbetrieb Nierscher) die Sanierung der seinerzeit genehmigten und längst stillgelegten Altdeponie bei entsprechender Vergrößerung und auf eine zusätzliche Schutthöhe von ca 6 Meter eine Aufnahmefähigkeit einer Großdeponie erlangen. Welche ausreicht, die Altdeponien in der Kritzendorfer Au hieher zu verfrachten und daselbst endgültig unterzubringen. Ein Architekt müsste dann den Riesenhügel entsprechend landschaftsgerecht gestalten können.

 


 














 

Der indiskrete Umweltgemeinderat `Direktor Reinhard Friedrich´
Wahrscheinlich wäre die absolute Geheimhaltung dieses Planes noch eine Weile möglich gewesen, hätte nicht der Umweltgemeinderat Dir. Reinhard Friedrich dafür gesorgt, dass vorerst der erste Schock der Ma. Guggingern und seinem Altheimort Kierling erspart bleiben sollte. Frau NÖN Mitarbeiterin Fröschl erhielt auf eine gezielte Anfrage, die vorzeitige Antwort konkret. Die Umspundung der Weidlingtaler Altdeponie sei `eine beschlossene Sache´, berichtete vorerst unbeachtet, diese St. Pöltner Zeitung. Erst eine Woche später verpflichtete der Bürgermeister Dr. Gottfried Schuh trotz gegenteiliger Erfahrungen seine Stadträte zur absoluten Geheimhaltung. Alle waren eingeladen und erschienen. Niemand widersprach. Auch der anwesende Umweltgemeinderat Friedrich nicht. Offenbar hatte auch der Bürgermeister die Beratungsverlautbarung Friedrichs nicht gelesen. Auch der SP-Vizebürgermeister DI Hofbauer war völlig ahnungslos. Die umfassende Information der Kleinen erfolgte  Mehrbelastung nach Sitzungsende. Recherchen ergaben das Ergebnis,dass mit dem Grundbesitzer keine Kontakte zur Durchsetzung dieses Projektes aufgenommen wurden. Außerdem lehnte das Chorherrenstift als Alleineigentümer der Kritzendorfer Augründe und als wesentlicher Besitzer der Hinterweidlinger Altdeponie-Plätze eine derartige Transaktion ab. Sie könnte also nur nach einer Enteignung des Grundbesitzes in Angriff genommen werden.
Allein am Transport der Müllberge scheitert das Vorhaben!
Theoretisch ist die Idee des Doppelproblemlösers DI Lebeth in Ordnung. Praktisch scheitert sie aber nicht nur an der Ablehnung des Grundbesitzers Chorherrenstift. Die 40.000 Fuhren durch die Engen von Kritzendorf und Weidling würden eine Blockade der beiden Landeshauptstraßen auslösen. Auch die gigantische Mehrbelastung am Klosterneuburger Stadtplatz und Niedermarkt, ließen keine Sympathien der Gesamtbevölkerung Klosterneuburgs erwarten. Politisch also klarer Unsinn, der nur auslösen kann, dass nunmehr jede Ausrede wegfällt und die Altdeponie Hinterweidling, so oder so zur Sanierung ansteht. Zur Erklärung: In Hinterweidling befinden sich die beiden Deponien Kierlinger Forst und Rotgraben.

 


 


Übergabe der Abfall-Petition an Frau BM Fleming durch Umwelt- Gemeinderat Helmut Abheiter  (links) und Bürgermeister Dr. Gottfried Schuh (re)
 
Zu dieser Berichts-Vorgabe ein Beitrag der Klbg-ÖVP- Zeitung
`Unser Klosterneuburg´ 1989 Rathaus startet ein Umweltschutz- Maßnahmen- Paket. Ein weiteres Maß-nahmenpaket zur Erhaltung der positiven Lebenssituation in Klosterneuburg startet dieser Tage das Rathaus. - Da sind wir aber schon neugierig! Entsprechend der konsequenten Umsetzung des neuen und zukunftsweisenden Klosterneuburger Abfallkonzeptes wurde die Errichtung eines zentralen Mistplatzes in der Schüttau beschlossen. Dort können alle Stoffe, die nicht in den Hausmüll gelangen sollen, gratis abgegeben werden. Also z.B. Altstoffe - wie Papier, Glas, Dosen, Textilien, Biostoffe wie Äste, Sperrmüll, erstmals auch Kunststoffe, Neonröhren etc.
Radikale Ausweitung der Abgabezeiten für Problemstoffe, wie - Farben, Lacke, Chemikalien etc.- um Hausmüll zu entgiften. Die Abgabestelle wird ab Frühjahr, täglich entsprechend der Amtszeiten geöffnet sein und damit eine für ganz Österreich beispielgebende Entsorgung ermöglichen. Ein aktiver und konsequenter Ausbau der Kanalisation zur Sicherung der Grundwasser- Qualität.

Das Wiederherstellen der notwendigen Wasserqualität
in den Klosterneuburger Bächen durch die Erhebung und Sanierung von Schmutzwassereinleitungen. Wie Bürger-meister Dr. Gottfried Schuh und Umwelt-Gemeinderat Helmut Abheiter dazu betonen, will Klosterneuburg mit diesem neuen Maßnahmenpaket die von den Bürgern geschätzte Lebens- und Wohnqualität in der Stadt weiter absichern.
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Die Kleine - Lokales - Do. 26. Juli 1990 Ihre KLEINE deckt auf:   
Millionengeschäft mit den Monats - Wasserproben! Jeden Tag selbst testen - kostet nur ein Tausendstel Eigenbericht DIE KLEINE
Klosterneuburg / Der Leichtsinn der Verhunzung des städtischen Brunnengebietes Kuhau durch Deponien in der Vergangenheit und durch eine widersinnige Besiedlung bis in die Gegenwart ohne jede Maßnahme zur sicheren Ent-sorgung der Abwässer kostet viel: Noch weiß niemand, was die Absicherung oder gar Entfernung der Dutzenden Deponien kosten wird - und ob sich dies Klosterneuburg überhaupt leisten kann oder der Grundbesitzer Chorherren-Stift zahlen muss?
Aber die laufende Kontrolle durch die Bundesstaatliche bakteriologisch-serologische Untersuchungsanstalt Wien - Währing (Leiter Univers. Dozent Dr. med. Günter Wewalka, Facharzt für Hygiene) verursacht bereits einen Ausgabe-Posten von jährlich 760.000,- Schilling im Minimum, wenn der vertragliche Auftrags- Stand lautet: Vier mal jährlich - sechs Brunnen nach allen Prüf-Regeln untersuchen.
Wird durch Studien der Kuhaussanierung oder aus anderen Gründen darüber hinaus der Universitätsdozent bemüht, dann werden diese Kosten nach diesem Tarif separat in Rechnung gestellt. In der Regel vergeht zwischen der Entnahme von Wasserproben bis zur Vorlage des Ergebnisses dieser Wasseruntersuchung bei der Auftraggeberin- Stadtgemeinde Klosterneuburg Referat Wasserversorgung - ca, 6 Wochen, es sei denn - so heißt es - es wird Gefahr getestet, dann soll sofort telefonisch berichtet werden. (Als allerdings einmal nahezu versehentlich ein Befund mit Fäkalkeimen im Wasser zu erkennen war und der Hinweis angemessen schien, das Trinkwasser vor Konsum gut abzukochen, da gab es auch keine Extrawurst. Trotz Millionengeschäft mit der Stadt).
 
 
Der letzte Stand
:
1. Die Wasserprobe vom 21. Mai 1990 beim Probehahn.
2. Im Pumpenhaus vom 21. Mai 1990 laut Bürgermeister.
3. Am 12.
Juli 1990 erfolgte der Referatsleiter Test Wasser-
    versorgung-
Benedikt.

 
Diesmal war sogar dieser Hinweis mitgeliefert worden: "Gegen die Verwendung des ständig ausreichend chlorierte Reinwassers der Anlage als Trinkwasser besteht derzeit im Rahmen der vorliegenden Untersuchungsergebnisse keine Bedenken".
(Inwieweit ständig ausreichend `chloriertes´ Reinwasser als Trinkwasser den Klosterneuburgern gesundheitlich gut tut, wäre auch einmal zu manifestieren!)
Es hat sich also herumgesprochen, dass in Klosterneuburg selbst dann Wasser gut abgekocht werden muss, wenn Fäkalkeime vor der ausreichenden `Chlorierung´ einge-schlossen werden. Weil Chlorprozeduren alle Keime abtötet...
 
Angesichts solcher Leistungen

hat ihre KLEINE schon vor Wochen angeregt, die Trinkwasser-Tests im Labor des Krankenhauses täglich vorzunehmen, um die Testergebnisse sofort - und nicht erst nach sechs Wochen - zur Verfügung zu haben. Dies wurde bisher vom Rathaus nicht aufgegriffen.
Intern wurde erklärt, dass die Einrichtungen für Untersuchungen viel zu teuer kämen und die erforderlichen Fachkräfte hiefür erst recht.
Nun flatterte in die Redaktion ein Werbebrief der Wiener Firma Syl-Kis, um ein `Umwelt-Mini-Labor´, das jeder Laie bedienen kann und dem Verbraucher nur S 379,- kostet, für 10 Tests Nitride und Nitrate im Wasser anzubieten. Je 15 Untersuchungen der Wasserhärtegrade und ph-Werte von Ölspuren. Dazu schreibt die Firma:
Wasser und Boden selbst testen. Das `Umwelt- Minilabor´ macht´s möglich.
 
 

Täglich finden sich neue Horrormeldungen
über verschmutzte Umwelt. Grund und Trinkwasser sind vielerorts bereits so belastet, dass für Kleinkinder Gesundheitsgefahr besteht. Doch die Verantwortlichen schweigen oft, oder sagen den Betroffenen nur die halbe Wahrheit. Aber auch die Böden sind oft besorgniserregend verunreinigt. Doch auch hier fehlen meist die Warnungen der Verantwortlichen. Der Einzelne scheint diesem Treiben machtlos gegenüber zu stehen. Dem kann jetzt Abhilfe geschaffen werden. Das `Umweltminilabor´ ermöglicht es jedem Einzelnen, sich einfach und klar Gewissheit zu verschaffen, ob sein Trinkwasser oder sein Grund und Boden bereits belastet sind. Das Umwelt-Minilabor enthält nämlich Nachweismöglichkeiten für Nitrit- + Nitrat-Jonen den BH-Wert, aber auch für die Gesamthärte des Wassers, bzw. für Mineralölverschmutzung in Wässern und Böden. Verpackt sind die Test-Streifen in einer überaus praktischen Holzschachtel, die durch ihre Handlichkeit überall leicht mitzunehmen ist. Eine ausführliche Beschreibung liegt dem Umwelt-Minilabor ebenfalls bei, wodurch der Laie keinerlei Probleme hat, die Tests seiner Umwelt durchzuführen.
Erhältlich ist das Umwelt-Minilabor. Preis: ÖS 379,90 - im Handel.
 
Was in Marketing-Blickrichtung
für Jäger, Fischer, Landwirte und private Umwelt-Interessierte gedacht ist, eignet sich auch für einen Hilfsarbeiter der Rathausbediensteten, der täglich die Nitrat-, Nitrit- und pH-Werte des Klosterneuburger Trinkwassers durch kurzes Eintauchen der Teststreifen ins ausreichend chlorierte Trinkwasser und abschauen der Farbtafel zum Preis von ungefähr S 40,- kontrollieren kann. Ohne deswegen gar ein Universitätslehrer werden zu müssen. Es kostet also der tägliche Sicherungsdienst nicht einmal ein Tausendstel der ohnehin wertlosen, weil sechs Wochen Wartefrist benötigenden Universitäts-Gutachten. Weil die Teststreifen von der interessierten chemischen Industrie längst für Laien erzeugt und von cleveren Vertriebsfirmen auch verkauft werden. Man muss es nur einmal tun und dann vergleichen und überlegen, wie oft im Jahr man den teueren Günther Wewalka in Hinkunft noch bemühen sollte. Und wenn dies eine höhere Körperschaft dennoch verlangt, dann sollte sie auch für den Kostenersatz aus ihrem Budget verpflichtet werden...

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