Neuigkeiten  I  Probleme  I  Stadtbild  I  Tatsachen  I  Politik  I  Erfolge  I  lion@aon.at

          Probleme   39                     Disclaimer Impres 
 

* Mehr Bürger brauchen mehr Friedhof
* Ma. Gugging soll Friedhof erhalten
* Kein Friedhof an der Lourdesgrotte

* Schutz vor den Fluten
*
Meine Meinung- Kommentar H.I.
*
Kommentar NÖN 1978 H. Irmler
 
NÖN Woche 32/2017 - Kierling- Seite 25

Spielplatz für kleine Naschkatzen
Vor Retentionspool Stegleiten soll Frieden herrschen
Obstgarten/
Bäume und Sträucher wurden für die Stegleiten geplant.

Stadtrat Dr. Stefan Mann, Umweltgemeinderat Leopold Spitzbart, Stadtgärtner Ludwig Mayr und Stadtrat Roland Honeder begrüßen die grünen Neuankömmlinge auf dem Stegleiten-Spielplatz.     Foto: Stadtgemeinde/ SchuhE
 

Kierling,- Jetzt im Sommer erhält der Spielplatz Stegleiten Nachwuchs. Gemeint sind aber weniger die Kinder als vielmehr die Obstbäume und Beerensträucher. Als jüngstes Mitglied der Aktion `essbare Stadt´ erhält der Kierlinger Kinderspielplatz einen Naschgarten.
Apfel und Marille stehen schon bereit. Noch sind sie jung, in Zukunft sollen sie aber nicht nur Schatten spenden, sondern auch für Stärkungen zwischendurch sorgen. Beeren komplettieren in Kürze das Angebot. Die Stadtgärtner machen damit nicht nur den Menschen Freude, sondern unterstützen Insekten und Vögel.

 
Bitte, werte Gemeinde, vergesst die Kinder nicht.

Selbst wenn man sich freut, dass man ein Bäumchen pflanzen darf, `das Gelbe vom Ei´ ist das noch lange nicht. Insbesondere deshalb, weil man sich, auch bei so einer freundlichen Pflanz-Tätigkeit im Klaren sein sollte, wie es rundum dieser freundlichen Geste aussieht. Wie der Kierlinger Kinderspielplatz gestaltet ist. Ob sich Kinder und Erwachsene uneingeschränkt wohl fühlen können. Möglich wäre es, wenn man mit den Freizeit- Einrichtungen an sich, und mit dessen Unterhaltungswert zufrieden ist. Dazu sollten sie jedoch für Erwachsene und Kinder gleichermaßen abwechslungsreich gestaltet sein. `Etwas mehr an Bewegungsraum würden wir uns an dieser Stelle auch wünschen´, sagen die Kinder.
Das politische `Vierergespann´, in diesem Bild des Berichts, das strahlende Menschen aus drei Politikern und einem Beamten repräsentiert, hätte zwar die Möglichkeit ergreifen können, an einem Kontrollgang, sichtbare Mängel im Bereich des Kinder- Spiel- und Bewegungsraumes festzustellen. Auch in einer Erst-Besprechung könnte man
sich darüber einigen, vorerst Heute, und an Ort und Stelle, sichtbare Fehler zu erkennen und schriftlich zu vermerken.
1. Mangelerscheinung: Im Spielplatz-Einzugs-bereich befinden sich an der Stegleiten drei Sitz-Holzbänke. Eine dieser Raststellen ist unbenützbar, weil sie bereits so tief in das Erdreich eingesunken ist, dass eine Nutzung, insbesondere von älteren Personen, nicht möglich ist. Eine Besserung ist dringend angeraten.

-----------------------------------
2. Mangelerscheinung: Die von der Stadt, für die Kierlinger Kinder errichtete BMX-Bahn, die vor langer Zeit mit Fahrrädern benützbar gestaltet wurde, ist leider längst nicht mehr das was sie einmal war. Im Bereich Stegleiten steht nur noch die Hinweistafel

des Wirtschaftshofes Klosterneuburg. Die BMX-Anlage, die seinerzeit mit Fahrrädern befahrbar war, ist leider nicht mal mehr erkennbar. Man kann nur noch sagen: `Verwachsen und Vergessen´.

Werte Gemeinde, wenn Ihr die Anlage für die Kinder wieder nutzbar gestaltet, baut sie bitte etwas länger  und mit einer breiteren Fahrbahn aus, damit zwei Kinder aneinander vorbeifahren können. Danke!
-----------------------------------
3. Mangelerscheinung: Wenigstens ein öffentl. WC benötigt Kloburg. Und diese Forderung hört unsere Stadt nun schon seit 30 Jahren. `Was sagen Sie dazu, werte Polit-Herren Mann, Spitzbart und Honeder?´ Die Herrn waren zwar an dem traurigen Ort mit einer für die Bevölkerung unzumutbare Anlage, die jeder Beschreibung spottet.

Mit einem Wort: Das WC in der Stegleiten ist unbenützbar. Ja sogar Gesundheitsgefährdend für die Bevölkerung, die den Kinderspielplatz aufsuchen.
Die Mängel:
1) Keine 2 Anlagen- für Damen und Herren.
2) Kein WC-Papier, keine Beleuchtung. 3) Keine Möglichkeit, sich die Hände zu waschen. 4) Die Anlage wird nie gereinigt. 5) Die offene WC-Anlage ist von Ungeziefer belastet.  6) Kleinkinder könnten, trotz Anwesenheit der Mutter, hineinfallen. 7) Auch die allgemeine Krankheitsbelastung ist gegeben.
Und so etwas Grausliches - ist seit 1994 in Betrieb und Verwendung. Damit muss doch einmal Schluss sein - Herr Bürgermeister!?
-----------------------------------
4. Neu: In Kloburg-Rodeln: Jetzt noch etwas, das nicht gebessert werden muss, sondern neu zu errichten wäre. Jedenfalls scheint ein breites Interesse von Kindern und Erwachsenen vorhanden zu sein.

 
         
Die Sommer-Rodelbahn Stegleiten

 
 

Ein Beispiel - das auch für Klosterneuburg möglich ist:  
Mit der Go-Pro auf der Sommerrodelbahn Hohe Wand Wiese

 
 <<< https://www.youtube.com/watch?v=HjfoAwHWPVs >>>
                                        klick dich zur Sommer-Schifahrt mit youtube
 
Das können Kinder, Jugendliche und Erwachsene in allen Altersgruppen genießen. Das wäre doch toll, wenn wir uns auch in Klosterneuburg, an der Glaserwiese über ein solches Vergnügen erfreuen könnten.
Die Sommerrodelbahn stellt den ganzjährigen Betrieb der Sportanlage Hohe-Wand-Wiese sicher. Die Preise sind nach Alter - Kleinkinder, Kinder und Erwachsene - und Anzahl der Fahrten gestaffelt.
Im Sommer ist der Betrieb bei Schlechtwetter eingestellt. Im Winter ist der Betrieb der Sommerrodelbahn eingestellt und die Skianlage Hohe-Wand-Wiese geöffnet.

-----------------------------------

Mehr Bürger brauchen auch mehr Friedhöfe    
NÖN
- Woche 14/ 2016 - Seite 10 - Klosterneuburg

Die FPÖ würde auf dem Grundstück der Gemeindegärtnerei lieber einen erweiterten Friedhof sehen.    Foto: Hornstein
 

Platzprobleme? /
euer Stadtteil und mehr Wohnraum bringen mehr Bevölkerung. Die FPÖ befürchtet in Folge zuwenig Friedhofsfläche.  
Von Christoph Hornstein
Klosterneuburg / Die Stadtgärtnerei neben dem unteren Teil des Oberen Stadtfriedhofs siedelt demnächst ab. Damit wird ein Grundstück in wunderschöner Lage frei. Eigentümer ist die Stadtgemeinde, die diese 4.000 Quadratmeter in Bauland widmet. Einfamilienhäuser sollen entstehen.
Für FP-Stadtrat Josef Pitschko ein Plan mit wenig Weitblick. Denn mit dem Mehr an Wohnungen gibt es ein Mehr an Bevölkerung. Und die braucht irgendwann einmal mehr Friedhofs-fläche. Der Gemeinderat beschloss die Umwidmung einer Fläche beim Stadtfriedhof von Grünland / Gärtnerei in Bauland Wohngebiet
. Pitschko begründete die Ablehnung dieser Umwidmung: "Wenn auch derzeit für den Friedhof keine Erweiterungsflächen benötigt werden, erfordert die geplante Zunahme der Wohnbevölkerung in Klosterneuburg doch eine langfristige Planung der Infrastruktur, somit auch der Friedhofsflächen."
Der Gemeinderat handle kurzsichtig, wenn er einerseits ein neues Stadtviertel mit Wohnungen für mehr als 2000 Menschen plane,
gleichzeitig aber möglicherweise dadurch erforderliche und geeignete Friedhofsflächen von Grünland in Bauland umwidmet.
Langfristige Gräber rückläufig
Immobilien-Stadtrat Roland Honeder (ÖVP) hält dagegen: "Es gibt ausreichend Erweiterungsmöglichkeiten des Friedhofs am oberen Teil. Am unteren Teil war nie eine Erweiterung geplant." Der Trend zu langfristigen Gräbern sei rückläufig. Urnenbestattungen würden häufiger. So gäbe es zur Zeit kein Problem mit der Auslastung und Erweiterungsmöglichkeit des Friedhofs. "Eine Infrastrukturproblematik ist mit großer Wahrscheinlichkeit in Bezug auf den Friedhof nicht gegeben", schließt Honeder.
-----------------------------
Vorschläge realisieren!!  Hier - Friedhof errichten!!
2
42  
Maria Gugging soll einen Friedhof erhalten.     
Eine Friedhoflage hat das Land für Gugging vorgesehen...

Die Maria Gugginger Bevölkerung ist sich im Klaren, dass es zwingend erscheint, in der Ortsregion einen Friedhof anzulegen. Vernünftiger- Weise in der Nähe der Katholischen Kirche. Dieses Anliegen ist machbar. Schon seit Jahren wurde der Pfarr-Gemeinde, an dieser Stelle, ein ent- sprechendes Grundstück zur Verfügung gestellt.
Dennoch nützen die Ma. Gugginger immer noch den Kierlinger Friedhof für ihre endgültige Verabschiedung ihrer Angehörigen. So wird der Kierlinger Friedhof früher oder später so ausgelastet, dass kein weiteres Begräbnis mehr stattfinden kann. Einst war es ja auch so, dass Ma. Gugging keine Kirche hatte. Die Gläubigen besuchten das Gotteshaus von Kierling.
Auch die Volksschul-Kinder von Ma. Gugging mussten seit jeher - und müssen auch heute noch- die Kierlinger Volksschule besuchen. Ein eigener Friedhof wird aber immer dringender, weil der mit- verwendete `Kierlinger Friedhof´ nicht unbegrenzt von beiden Gemeinden in Anspruch genommen werden kann...
Die Geschichte der Pfarre - nach Josef Schmutzer: Und nun Dauderlaus Nachfolger: 1773 Malachias Vitzthum, seit 1782 auch Schulvisitator des Dekanates Königstetten. Unter ihm wurde 1782 Gugging mit Kierling pfarrlich vereinigt...

(Herwig Irmler)
An der Lourdesgrotte soll kein Friedhof entstehen!    

Die Gläubigen danken und beten für die Lourdesgrotte in Maria Gugging

Urnenbestattung im Bereich der Lourdesgrotte Ma. Gugging? NEIN!
BGLD. Die Urnenbestattung gewinnt in den letzten Jahren in Österreich immer mehr an Bedeutung. Viele Gemeinden haben auf den Friedhöfen Urnenwände, Urnensäulen oder Urnenhaine errichten lassen - und diese mittlerweile auch erweitert. Eine Urnenwand kann eine vorgegebene Anzahl von Aschengefäßen aufnehmen. Aber: Alle modulartigen Erweiterungen, lehnen die Gläubigen strickt ab!

Ein Urnen-Projekt bei der Lourdesgrotte, wird von allen Gläubigen des Ortes abgelehnt! Das wurde bereits nach `Blitz-Umfragen´ eindeutig erkannt. Und die Bürgerinnen und Bürger der Babenbergerstadt haben auch gleich eine `griffige´ Begründung bei der Hand. `Beide Projektierungen im baulichen Naheverhältnis zueinander, sind als unvereinbar zu erkennen´.
Die sich mit derartigen Planungen befassten Bau-Techniker, bestätigen diese Bedenken.
 
 
Tatsächlich ist zu befürchten, dass durch eine Begräbnis- und Urnen- Anlage, im Einzugsbereich der Lourdesgrotte Ma. Gugging- die traditionelle, aber auch bedeutendste Glaubens- und Gedächtnis-Stätte des Landes, an Ansehen und am Andachts-Wert, verlieren würde. Dies zu verhindern, sehen die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Klosterneuburg als pflichtbewusste Aufgabe.

Und wenn zuletzt die unzähligen Gläubigen aus dem Einzugsbereich Wien, das heilende Trinkwasser täglich mit nach Hause nehmen, ist es auch eine politische Pflicht, diesen Qualitäts-Nachweis zwingend zu erhalten. Ein nahegelegener Friedhof könnte die Güteklasse dieses einzigartigen Wassers und den  Glaubenswert dieser Andachtsstätte in Frage stellen, bzw. abwerten und so unwiederbringlich - und auf Dauer `beschädigen´.
-----------------------------
NÖN - Woche 14/ 2016 - Seite 35 - Maria Gugging Klosterneuburg
Schutz vor den Fluten am Kierlingbach  
Hochwasser-Vorbeugung / Das nun fertige Rückhalte-becken Marbach hinter dem IST soll kommende Fluten auffangen und abschwächen. 
Maria Gugging / Das Hochwasser 2013 erschütterte die Babenbergerstadt. Immer noch müssen Klosterneuburger mit den Auswirkungen der Überschwemmung kämpfen. Damit die Fluten die Stadt nicht mehr in diesem Ausmaß treffen, hat die Stadtgemeinde Vorbeugemaßnahmen getroffen - und eine davon wurde nun fertig gestellt: Das Retentionsbecken Marbach.
Durch das Rückhaltebecken beim IST-Campus wird die Wasserwelle, wie der Name schon sagt, zurückgehalten und abgeschwächt. Das Becken am Marbach, dem linken Zubringer des Kierlingbachs, fasst ein Volumen von 38.000 m³ . So soll garantiert werden, dass die Hochwasserfluten erst gar nicht bis in das Siedlungsgebiet vordringen können.
Überflutungszonen beim Kierlingbach
Im Jahr 1997 geschah aber genau das. Das Hochwasser ließ den Kierlingbach steigen. Und auch heute sind entlang des Bächleins vom Lebensministerium mögliche Überflutungszonen ausgewiesen. Im Mündungsbereich an der Donau kann es laut diesen Daten bereits bei 30-jährlichem Hochwasser zu Ausuferungen kommen. Vor allem aber bei gleichzeitigem Kierlingbach- und Donauhochwasser werden die insgesamt fünf Rückhaltebecken künftig einen wesentlichen Beitrag zur Entschärfung leisten.





Hinter dem Campus ist ein Retentionsbecken entstanden. Das Becken soll kommende Hochwasser-Fluten auffangen und abschwächen.   Fotos: H.Irmler
 
Die Schutzvorrichtungen beim 1- Kierlingbach,
2- Haselbach,
3- Rambach, 4- Lourdesbach und 5- Marbach sollen nicht nur die Bewohner im Kierlingbach schützen, sondern alle Klo´burger im Bereich der Überflutungszonen. Um dieses Projekt zu verwirklichen, arbeiteten Bund, Land und Gemeinde zusammen. Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von € 1,5 Mio, € 300.000,- vom Land Niederösterreich, € 75.000,- von der Gemeinde und Förder-mittel der EU - wird der Plan umgesetzt.
-----------------------------
Wir bleiben noch beim `Vorbericht´. Wir erkennen überwiegend die Fragwürdigkeit der projektierten `Pflichterfüllung´ der Gemeinde, die Bachläufe der Donau-Zubringer  zu mäßigen...
Meine Meinung:  34       Herwig Irmler                      
Derartige Änderungen von Wasserläufen, sind nicht notwendig.
Es regnet. Heute, Morgen, Übermorgen. Klo´burg fehlt manch Frohnatur. Die Stadt liegt an der Donau. Sie kann ihre ungewollt erhaltene Wasser-Fülle nicht friedlich ableiten. Die Bürgerinnen und Bürger die hier wohnen - bekommen immer wieder das kalte Nass zu spüren. Mehr als ihnen lieb ist. Die Keller-Räume am Niedermarkt sind so voll, dass das Wasser aus dem Erdgeschoß ihrer Häuser auf die Straße rinnt. Es gibt keine Möglichkeit, rechtzeitig diese Misere abzuwenden. Nur warten kann man. Wieder mindestens drei Tage. Dann weichen die Fluten langsam ab. Was bleibt, ist ein Trauerspiel. Das Wasser hat kostspielige Schäden an Kellern und Wohnungen hinterlassen.
Da ist es ja verständlich, dass die leidgeprüfte, ja geradezu verzweifelte Bevölkerung, nach Lösungen  zumindest aber nach Besserungen ringt. Und tatsächlich sind sie erwartungsvoll zu suchen, zu prüfen - und wenn nicht alle Stricke reißen - auch zu finden. Ja, das könnte doch tatsächlich funktionieren, wenn man so manchem `Planungs-Professor´ hoffnungsvollen Glauben schenkt. Ich denke, es bleibt uns gar nichts übrig, als die uns angebotenen Besserungsversuche zu starten. Und das unverzüglich. Gut. Die Projekt-Ingenieure sind sich rasch einig. Toll, dass sich unser Stadtchef Mag. Stefan Schmuckenschlager auch rasch und  unwidersprochen für das vorgeschlagene Projekt interessiert. Da kann ja dann gar nichts mehr `schief
´ liegen! Und so erkennt die Stadtgemeinde Klosterneuburg:
Das Becken am Marbach, dem linken Zubringer des Kierlingbachs, fasst ein Wasservolumen von 38.000 m³. So soll garantiert werden, dass die Hochwasserfluten erst gar nicht bis in das Siedlungsgebiet vordringen können. Vor allem aber bei gleichzeitigem Kierlingbach- und Donau-Hochwasser werden die insgesamt fünf Rückhaltebecken künftig einen wesentlichen Beitrag zur Entschärfung leisten.
Also für mich, ausgesprochen interessant, was da die Planungs-Techniker erkennen wollen. Das glaub ich schon, dass das € 1,5 Mio. teuere Marbach-Becken 38.000 m³ Wasser aufnehmen kann. Das heißt aber nicht, dass vom Kierlingbach kein Wasser in eine gegebenenfalls erkennbare Überschwemmungszone am Nierdermarkt fließen kann - oder fließen wird.
Das
€ 7,5 Mio. teuere `Wasser-Brems-Projekt´ entlang des gesamten Kierlingbachs hat zwar einige Manöver für einen gewissen Rückhalte-Vorgang erreicht, die Reduzierung der gesamten Wasser-höhe wird aber bei vergleichbaren Überschwemm-ungslagen vorheriger Beobachtungen, maximal auf ein bis zwei Zentimeter verringert. Möglicherweise könnte sich das erwartete Ergebnis sogar umkehren. Die `Gesamt-Wasserlast´ wäre dann am Niedermarkt bedrohlicher als je zuvor.
Jetzt wollen Sie wissen, wie ich auf so eine negative Behauptung komme. Denken Sie nur daran, dass entlang der Durchstichstraße L 118 an der Kritzendorfer Haupstraße zur
Dämpfung des Bahn-Lärms, eine massive Sperr-Lage errichtet wurde, die jetzt den Fahr-Lärm der ÖBB zurück hält. Gleichzeitig aber auch die Hochwasserlage von der bisher massiv überschwemmten Straßen-Fluchtlinie abdrängt. Zwangsläufig muss sich somit der Pegelstand der Donau auch im Bereich Niedermarkt bedeutend erhöhen. Unbeschadet der Überlegung, wie sich der Hochwasserstand inklusive Kierling-Bach im Einzugsbereich des Niedermarkts auswirkt.
Und was ist jetzt das Ergebnis dieses offen-sichtlichen Palawatch? Also: Da nicht nur ich gerne auf so etwas verzichte - kann ich mir auch die stark fallende Motivation der Bürger - für die Zerstörung der Stegleiten vorstellen. So denke ich mir, dass die Kierlinger Bevölkerung nicht glücklich ist, wenn sie erkennt, dass der Kinderspielplatz Monate- lang nicht benützt werden kann. Zudem würde eine bedeutende Anhebung der derzeit nutzbaren Freizeit-Fläche des Spielplatzes zu erwarten sein. Möglicherweise wird bei diesem Projekt auch auf den kompletten, wertvollen und zudem noch geschützten Baumbestand verzichtet. Zuletzt ist sogar zu befürchten, dass die Bachseitige B14 einen Schutzwall erhält, der den Verkehrslärm und die Auto-Abgase in Richtung der Wohn-Objekte so ableitet, dass die Bewohner gesundheitlichen Schaden erleiden können.
Die Bewohner werden daher bestrebt sein, an dieser Stelle, die Überflutungszone abzulehnen. Könnte das gelingen?
Nachricht zu diesem Projekt an - Herwig Irmler,  lion@aon.at
-----------------------------
Kommentar - NÖN - 1978  von Herwig Irmler   
Und warum denke ich an dieser Stelle ausgerechnet an einen von mir
1978 verfassten Kommentar in der NÖN? Ich erkenne, dass unsere politischen Projektanten von `Heute´ - immer noch etwas von `Damals´ lernen könnten - und das nicht zuletzt auch sollten...
 
Was Bürgerversammlungen bewirken können...  
Gleich vorweggenommen: Ich bin nach wie vor der Meinung, dass Bürgerver-sammlungen die sinnvollste Art für eine einvernehmliche Realisierung von Projekten ist. Es muss nur die öffentliche Eindeutigkeit dabei hervorgehen. Dass dies bei dem in Kierling abgehaltenen Informationstag nicht zu aller Zufriedenheit ausgefallen ist, enttäuscht mich sehr. Dr. Gottfried Schuh beauftragte als Bürgermeister den Kierlinger Ortsvorsteher Norbert Gschirrmeister, die Bevölkerung zu einer Bürgerversammlung der Stadtgemeinde einzuladen. Orts-Probleme und die Kierlingbachregulierung sollten nach Diskussion mit den Interessierten Bürgern gelöst werden.
Dr. Schuh: "Es soll nichts geschehen, was die Bevölkerung nicht will."  Eifrig versandte jedoch Gschirrmeister die offizielle Einladung gemeinsam mit einem ÖVP-Schreiben an die örtlichen Haushalte. Nicht alle fühlten sich davon angesprochen. So wurde aus der Bürgerzusammenkunft eine Parteiversammlung. Bis zuletzt überzeugt, unter den `Seinen´ zu sein, wurden von ihm Gemeinderäte der Opposition nicht begrüßt und während des Diskussionsverlaufes die Parteilinie gewahrt. Die Umweltgemeinderäte wurden erst gar nicht eingeladen. Dr. Schuh startete mit dem Argument, diese seien anderweitig verpflichtet, noch einen Rettungsversuch, der jedoch auch nicht gelang. Die besagten Fachleute waren gänzlich uninformiert. Sie hätten sich selbstverständlich der aufgezeigten Umwelt-Problematik durch ihr Erscheinen gestellt. Dass schließlich nicht jeder
`seines Glückes Schmied´ sein kann, verdeutlichte dann zur Unterstützung des Vorhabens, das Zitat eines Beamten der NÖ Landesregierung: "Alle Anrainer können sich bei der Gemeinde bedanken, dass diese sich als Bauherr verpflichtet, da üblicherweise jeder am Bach liegende Grundbesitzer selbst für den Uferschutz zuständig ist".
Ich würde so gerne jedes gesprochene Wort und gesetzte Taten ernst nehmen. Aber hier fällt es mir schwer. Denn jetzt wird betont, dass, wenn Anrainer und Gemeinde nicht wollen, nichts gemacht wird, da es
keine gesetzliche Verpflichtung für Gewässerschutz gibt. Gschirrmeister: `Hoffentlich können wir dann in einem Jahr mit den Sanierungsarbeiten beginnen´. Planung, Finanzierung und Auftragsvergabe sind schon fixiert. Eine Meinungs-befragung aber noch nicht durchgeführt. In einer Blitzumfrage analysierte die NÖN die Meinungs-Vielfalt.
 
Waren unter den Anwesenden + Befragten - 43% für die Regulierung ihres `Wildbaches´, sprachen sich von den Befragten an Wohnung + Straße, 91% gegen dieses Projekt aus. Ich bin überzeugt, dass jetzt gemeindeeigene Forschung einsetzt. Dann wird sich feststellen lassen, ob Wunsch, Notwendigkeit oder Beglückung, das Projekt entstehen lässt.
Herwig Irmler
-----------------------------
NÖN  Klosterneuburg, Nr. 36, 7.9.2016,  Seite 28 - Kierling
Becken statt Spielplatz?
Stegleiten /
Kierlinger fürchten um Spielfläche. Fanta: `Keine Belastung´ durch Fluten-Schutz.    Von Claudia Wagner
 
Kierling / Der Schock nach dem Hochwasser 2013 sitzt in der Babenbergerstadt immer noch tief, Solche Über-schwemmungen sollen sich nicht wiederholen können - weshalb insgesamt fünf Rückhaltebecken an Bächen errichtet werden. Herwig Irmler fürchtet aber nicht die Fluten, sondern das geplante Retentionsbecken auf der Stegleiten.
Zerstörung der Stegleiten
Der Kierlinger kennt das Leid der Betroffenen: `Es ist ja verständlich, dass die verzweifelte Bevölkerung nach Lösungen und Besserungen ringt´. Die Auffangbecken seien das aber nicht, zweifelt Irmler: `Da nicht nur ich gerne auf so etwas verzichte, kann ich mir auch die stark fallende Motivation der Bürger für die Zerstörung der Stegleiten vorstellen´. Vor allem bangt der Kierlinger um den Kinderspielplatz, der bald sogar verbaut werden könnte, vermutet Irmler.
Wann das Projekt realisiert wird, steht noch in den Sternen. Einen konkreten Fahrplan gibt es nämlich nicht. `Es kann auch noch zwei oder drei Jahre dauern, bis gebaut wird´, bestätigt Johann Fanta. Eins ist aber schon jetzt fix: Das Becken soll am Stegleiten-Acker errichtet werden.

 
`Der Spielplatz bei der Stegleiten wird nicht belastet.
Das sind wir den Kindern schuldig.´
Johann Fanta, Ortsvorsteher ÖVP Kierling
Ortsvorsteher Johann Fanta will abwarten: `Es kann auch noch zwei
oder drei Jahre dauern, bis gebaut wird.´
 
Das Gerücht, dass der Spielplatz durch einen Retentionspool verkleinert werden würde, hält sich hartnäckig - auch wenn es nicht der Wahrheit entspricht. `Der Spielplatz bei der Stegleiten wird nicht belastet. Das sind wir den Kindern schuldig´, verspricht Fanta.
Retentionsbecken
Das Hochwasserschutzsystem soll aus insgesamt fünf Rückhaltbecken am Haselbach, Rambach, Lourdesbach, Marbach und Kierlingbach im Bereich der Stegleiten bestehen. Das Becken am Marbach wurde im April feierlich eröffnet.

Das Gerücht, dass das Retentionsbecken am Kinderspielplatz errichtet werden soll, hält sich hartnäckig. Ortsvorsteher Johann Fanta stellt klar: `Der Spielplatz wird nicht belastet.´        Fotos: Heindl, Wagner

Meine Meinung:  35       Herwig Irmler                      

Welche verlässliche Wissens-Kraft haben Stadt-und Gemeinderäte
Ich will wissen, an wen ich meine Fragestellungen im politischen Gefüge einer Stadtgemeinde stellen kann, um gleichzeitig sicher zu sein, und mich in Einem darüber freuen zu können, dass ich eine unwider-sprochen richtige und verlässliche Antwort erhalte. Und in der Folge hätte ich noch gerne eine quasi Garantie-Erklärung, nach welchen glaubhaften  Begründungen ich es unzweifelhaft erkennen - kann, soll oder muss, dass die mir von Politikern ausgewiesenen Funktionserklärungen ihrer gewählten Mandatare als glaubhaft wichtig und für die einzelnen Funktionäre als unleugbar geschult zu erkennen sind. 
Wenn ich mir jetzt die Stadtrats-Mitglieder und ihre hier übernommenen Funktionen ansehe, möchte ich gerne in Einem auch wissen, wie die einzelnen Funktionäre zu den ihnen zugeteilten Ressorts gekommen sind. Mussten sie vor politischem Funktionsantritt entsprechende Schulungen und Wissensprüfungen ablegen? Welche Zeitspanne wurde ihnen für das notwendige Studium zur Verfügung gestellt? Wo absolvierten sie die einzelnen Leistungsprüfungen? Oder war das gar nicht nötig? Sind die einzelnen politischen Funktionen sofort von Jedermann auszuführen? Ohne Bildungsweg? Hat man das Fachwissen einfach nur durch `Nennung´ erwerben können - oder sogar `müssen´?
Hier die `Stadtrats´-Mandatare und die von ihnen übernommenen Tätigkeiten und Funktionen:
 

      CZERNY Martin, Komm-rat (STR)   Vorsitzender Wirtschaft, Sport und Tourismus

*      ECKL Konr CZERNY ad, Mag. (STR)       Vorsitzender Kultur und Jugend

*      EDER Maria-Theresia, DI Dr. (STR)  Vorsitzende Bildung, Familie und Frauen

*      ENZMANN Martina (STR)                  Vorsitzende  Hochbau

*      HERBRÜGGEN Holger, DDr. (STR)  Vorsitzender Verwaltung und Organisation

*      HONEDER Roland, Mag. (STR)   Vorsitzender Biodiversität,  Energieeffizienz, Immobilienverwg

*      KAUFMANN Christoph, MAS (STR)   Vorsitzender Stadtplanung und Stadtentwicklung

*       KEHRER Johannes, Dipl.-Ing. (STR)      Vorsitzender Verkehr, Verkehrsflächen und Beleuchtung

*       MANN Stefan, Dr. (STR)                  Vorsitzender Soziales und Gesundheit

*        MAYER Peter (STR)                       Vorsitzender Finanzausschusses

*       PITSCHKO Josef, Min.R Dr. (STR)   Vorsitzender Rechtsausschusses

*       RAZ Richard, Reg.Rat (STR)              Vorsitzender Wasserversorgung und Einsatzkräfte         

*       SCHMID Karl (STR)                         Vorsitzender Abfallwirtschaft und Abwasserentsorgung

 
Jetzt können wir ja in
`medias res´ gehen, und uns um die tatsächlich `griffigen´ Aufgaben dieser Aktivität kümmern. Nicht zuletzt in der Hoffnung, dass uns die hier genannten MandatarInnen über die eine oder andere Frage freundlich Auskunft geben können. Um noch bei dem hier genannten Thema zu bleiben, `stoße´ ich noch an den berufsmäßig fleißigen, bestens geschulten und freundlichen Obst-
und Getreide-Bauer Leopold Spitzbart > (ÖVP) - der in seinem politischen Hobby mit den Stimmen aller Parteien im Gemeinderats-Gefüge als neuer Umwelt-Gemeinderat bestellt wurde. Wer nun ein `Umweltproblem´ hat, kann sich ab Herbst 2015 direkt an UWGR Leopold Spitzbart wenden.
Ich hab vergleichsweise als staatl. geprüftes Umwelt-Schutzorgan eine mehrjährige Schulung und im Anschluss eine staatliche Eignungsprüfung ablegen und bestehen müssen...
Meine, an UWGR Spitzbart, schriftlich gestellten Fragen zu Klosterneuburgs UW-Problemen wurden mir einfachheits halber gleich gar nicht beantwortet...
 
Und ein weiterer, aufstrebender Polit-Neuling spricht:
Ortsvorsteher Johann Fanta. Zu dieser Nominierung höre ich noch Bürgermeister Schmuckenschlager sprechen: `Der hat ja die meisten Stimmen bei der Wahl - für die ÖVP eingebracht!´
No ja, Herr Bürgermeister, wenn Sie meinen, dass das genügt... Ich hab eine andere Meinung. Ich nehme nur einmal das geplante Bau-Projekt mit dem Retentionspool Stegleiten her und höre, vom fleißigen, gewerblich aktiven, aber letzten Land-Bauern Kierlings, Fanta - folgende, selbst erkannte `Wissens-Meinung´:
`Der Spielplatz bei der Stegleiten wird nicht belastet. Das sind wir den Kindern schuldig.´
Schauen Sie, Herr Fanta, was wir vielleicht den Kindern schuldig sein könnten oder wollten, interessiert eine Baufirma - einfach
`Null´. Glauben Sie wirklich, dass eine Baufirma der Meinung oder dem Wunsch der Bürger Rechnung trägt? Ich glaube, dass einer Baufirma - Wunsch und Meinung von Kindern und deren Eltern - einfach `wurst´ ist.
 
Nur Sie, Herr Fanta, glauben noch so lange an friedliche Aktionen, bis auch Ihnen klar gemacht wird, wie der Hase läuft. So wundert es mich einfach, dass Sie als Ortsvorsteher der ÖVP, ganz und gar nicht über die tatsächliche Bauplanung informiert sind.
Deshalb sage ich Ihnen: Ihre erklärte Unwissenheit ist schon der zweite Fehler, mit dem Sie diesem Projekt einen schlechten Dienst erweisen. Den erste `Patzer´ machten Sie schon mit Ihrem mündlichen Verzicht auf den an dieser Stelle zusätzlich geplanten Hunde-Trainingslager an der Stegleiten, ohne vorher die Bürger befragt zu haben. Schrecklich und peinlich...
 
So. Schauen wir jetzt einmal, was sich da in Kierling für eine Baumaßnahme eröffnet. Ob sie zuletzt auch Sinn macht - oder als sinnlos zu erkennen ist
?!
Das Projekt einer mehrmaligen Staulage entlang des Kierlingbaches soll bewirken, dass in der Stadt Klosterneuburg - insbesondere der Kierlingbach - am Niedermarkt keine Hochwasser- Lage mehr bewirkt. Wer hat diesen Unsinn verzapft? Ich denke, es waren die Hausbesitzer des Niedermarkts, die mit dem Wunsch einer Besserungsmaßnahme an Stadtchef Schmuckenschlager, mit der Meinung herangetreten sind, dass mit einer geringeren Wassermenge des Kierlingbaches, in den Hauskellern des Niedermarktes, selbst bei landesweitem Hochwasser, keine Überflutungen mehr eintreten können.
`Wer´s glaubt, wird selig´. Und wer hat diesen Unsinn verzapft? Eine landesweite Hochwasserlage kann die Rückbildung eines einzelnen Baches (Kierlingbach) in keiner Weise so verringern, dass die Niedermarkt-Keller nicht mehr überflutet werden können. Und wenn man das zur Kenntnis genommen hätte, wäre das gesamte Rückhalte-Großprojekt des Landes einzusparen gewesen!

 ^ Hier sehen wir die Spuren eines Hochwassers 2016, die den Hochwasser- Höchststand des genannten Jahres wiedergeben. Es ist eher nicht anzunehmen, `überflutende´ Wasserläufe am Kierlingbach, in den kommenden Jahren zu erkennen. Würde das aber möglich sein, 
 
v könnten das auch die Rückhaltebecken nicht verhindern...

Alles was jetzt noch zu sagen ist, bildet erneut Fragestellungen im Zusammenhang mit dem Kierlingbach- Retentionsbecken an der Stegleiten. Planungs-Fachleute sprechen von einer Verlegung und Reduzierung der bestehenden Spielfläche. Dabei wird es während der langen Bauzeit eine Total-Sperre für die Kinder geben. In der Folge - eine große Nutzungs-Beschränkung
!! Fanta dazu: `Keine Nach-teile und keine Belastungen durch Fluten-Schutz´.
Wenn sich auch Fanta noch so optimistisch gibt, dementieren Projektanten diesen Frohsinn. Dabei ist zu hören, dass nicht nur die Spielplatz-Nutzung für Kinder eingeschränkt wird. Es ist auch nicht auszuschließen, dass der bestehende Baum-Bewuchs massiv leiden könnte. Zuletzt ist es nicht unmöglich, dass das gesamte Areal für die Kinder in dieser Form nicht mehr nutzbar ist. Keine fröhliche Zukunftsmusik...
-----------------------------
NÖN
  1986  Klosterneuburg   Bericht  Herwig Irmler
Kierlingbach soll sein Biozop wieder erhalten
Stopp der Bachverbauung -
kein `Hochwasserschutz´!
Klosterneuburg,- Kierling,- Bürgermeister Dr. Schuh und Vize-Bürgermeister Zuschmann sind sich einig: Die bereits erteilte Genehmigung für den Kierlingbach-Hochwasserschutz soll nicht konsumiert werden. Die verantwortlichen Stadtväter wollen dieses Projekt zurückstellen und ein neues ausarbeiten lassen.
Der Druck der Öffentlichkeit, unterstützt durch eindeutige Fachaus-sagen, hat diesen Schritt beschleunigt. Vergangenen Freitag fand an Ort und Stelle eine Begehung statt. Dabei brachte Dr. Honsowitz folgende Notwendigkeiten vor.
* Im unteren Bachverlauf muss die bestehende Betonsohle 
     aufgebrochen werden. Für das Leben eines Baches ist es   
     notwendig,    eine Verbindung vom Fließwasser zum Grundwasser
     herzustellen, da es bekanntlich 20 Zentimeter unter dem 
     Wasserboden die meisten Kleinlebewesen gibt. Außerdem wird
     durch die entstehende Filterwirkung die Grundwasserqualität 

     verbessert.
* Auf der gesamten Länge muss der Bach eine natürliche
     Rückführung  erhalten.

* Maital und Stegleiten-Promenade dürfen nicht reguliert werden.
* Die Bevölkerung soll aufgerufen werden, sich an einem Ideen-
     wettbewerb zur Gestaltung des Kierlingbaches zu beteiligen.

* In einer Partnerschaft sollen Bürger, Vereine und Institutionen für die
     einzelnen Bachabschnitte die verantwortliche Pflege übernehmen.

Nach der Verwirklichung dieser Pläne könnte der Kierlingbach der erste Bachlauf Österreichs sein, dem Rückwidmung in die ehemalige Bund und Land Natürlichkeit finanziell gefördert wird.
Herwig Irmler
-----------------------------
NÖN  Woche Nr. 48 / 1985  Klosterneuburg  Seite 7 
Von Herwig Irmler

Anrainer wollen Kanalisierung vor Regulierung:
Gemeinde macht S 3 Mio.
für Kierlingbach locker

Kierling,- Ein Informationstag wurde vergangenen Freitag von der ÖVP Kierling abgehalten. Dabei standen die Ankündigung einer Neuauflage des Flächenwidmungsplanes, Verkehrsprobleme mit Einbau fixer Radarstationen, der neue Kindergarten und weitreichende Ortsbildgestaltung, die Projektierung einer Kierlingbachverbauung bzw. Sanierung im Mittelpunkt der Diskussion.
Diese Arbeiten, sind laut NÖ Landesregierung, nach dem `100-jährigen Hochwassererreignis´ notwendig, sollen vorläufig in zwei nicht aneinandergereihten Abschnitten realisiert werden. Da die teilweise natürlichen Uferböschungen übersteil sind, die Stützmauern Risse haben und die Naturparzellen mit dem Bachverlauf nicht mehr übereinstimmen, wird dem Gerinne eine künstliche Muldenform gegeben.
Böschungen werden mit Bruchsteinen ausgelegt, Gebäude unterfangen, Mauern neu aufbetoniert und der Verlauf soll ein naturnahes Aussehen erhalten. Dazu werden Steine mit Moos belegt und die Grünstreifen mit Bäumen bepflanzt. Oberbaurat Wöhrl von der NÖ Landesregierung:
`Durch ausreichende Wassertiefe und die Vergrößerung der Wasserfläche wird die biologische Welt wieder in Ordnung gebracht und die Fische werden mit dem Kierlingbach wieder mehr Freude haben. Allerdings wird es Jahre dauern, bis es soweit ist´.
Der Hochwasserschutz steht rangmäßig eindeutig vor der Wasserqualität.´
In den Wortmeldungen der `Anrainer-Experten´ kam deutlich die Meinung zum Ausdruck, vor der Realisierung eines derartigen Vorhabens zuerst einmal die notwendigen Kanalbauten der Seitengassen durchzuführen, um noch immer vorkommende chemische und bakteriologische Zuflüsse zur Kierlingbachentwässerung hintanzuhalten. Der beträchtliche finanzielle Aufwand wäre einem Kanalnetz dienlicher als der Regulierung.
Immerhin fließen für die beiden Teilstrecken - Stegleitenpromenade bis Neugassenbrücke und Kierlingerhof bis Lenaugasse - 14,7 Mio. Schilling in den Kierlingbach. Davon wird noch mit 3 Mio. Schilling die Gemeindekasse belastet.
 

Der Kierlingbach: Er soll der Natur entsprechend reguliert werden.
 
Auch technisch sehen die Bach-Anrainer große Projektlücken. So fehlt der geplante Hochwasser-schutz im größten Teil des Ortskernes. Just dort, wo 1954 der Bach über die Ufer getreten ist. Gefahr für Hab und Gut wird aber von den Kierlingern äußerst gering eingeschätzt.
Die Entwässerung der beiden Kierlinger Wasserscheiden bringt nur drei nennenswerte Zuflüsse. Es sind dies
Haselbach, Rambach und Marbach, die sich beim Landeskrankenhaus zu dem ab dort benannten 5,5 km langen Kierlingbach vereinen. Von der Gesamtlänge sollen nun 1,5 km schönste Naturlandschaft mit feuchtbiologischem Wert für die geplante Regulierung herangezogen werden.
Noch hält sich das Für und Wider einer Verbauung der landschaftlich schönsten Teile des Kierlingbaches die Waage...


NÖN  Woche Nr. 39 / 1989  Klosterneuburg  Seite 14
Von Herwig Irmler

Der Kierlingbach soll nun
doch verbaut werden

Kierling,- Ein vor vier Jahren den Bürgern vorgelegter Plan für die Verbauung des Kierlingbaches soll jetzt realisiert werden.
Bei der vergangenen Donnerstag im Rathaus abgehaltenen Anrainerbesprechung wurde zwar der Bachausbau in einer naturnahen Variante angeboten, die prinzipielle Meinung der Bürger hat sich aber seit 1985 nicht geändert. Die Verbreiterung des Bachbettes für ein `hundertjähriges´ Hochwasserereignis wurde auch diesmal mit Mehrheit abgelehnt.

Der feutbiotopische Wert des Baches soll erhalten bleiben. Umstritten sind die Hochwasserschutzpläne für den Kierlingbach. Foto: Irmler
 
Dennoch ist der Druck der Behörden von Bund, Land und Gemeinde deutlich zu spüren. Nur wenn innerhalb eines Siedlungsgebietes ein `100-jähriges Hochwasser´ schadlos abgeführt werden kann, gibt es eine Kostenübernahme durch die öffentliche Hand. Ist dies nicht gegeben, muss der Anrainer auf seine Kosten für wirksamen Hochwasserschutz sorgen. Die Gesamtkosten für das geplante Projekt entlang des natürlichen Gerinnes zwischen Neugasse und Kosmossiedlung beträgt 20,- Millionen Schilling. Für die Gemeinde bedeutet dies immerhin eine finanzielle Belastung von 4,- Millionen Schilling.
Das Unverständnis der Betroffenen liegt in der Tatsache, dass für die Sanierung beschädigter Stützmauern derzeit kein Geld zur Verfügung steht.
Die politische Aussage der Klosterneuburger Mandatare: Vzbgm. Helmut Zuschmann: `Wenn die Bürger nicht wollen, geschieht nichts. Wir wollen niemanden Zwangsbeglücken.´ Ortsvorsteher GR Knapp: `Die modernen Erkenntnisse der naturnahen Verbauung gestatten nur, wenn es unerlässlich ist, dass da und dort ein Stein gelegt wird.´ Die Bürgerunion, vertreten durch Dkfm. Wiedermann, wirft Fragen auf, die derzeit noch nicht beantwortet sind: `Welche Schäden können bei Hochwasser entstehen? Warum wird nicht nach dem einstigen Gemeinderatsbeschluss vorgegangen, der den Entwurf von Doz. Honsowitz (TU-Wien) und seiner Studenten verlangt?´
Dafür wurden sogar schon Angebote von Bach-Partnerschaftsbeteiligungen ausgesprochen. Doz. Honsowitz, der das größte Vertrauen von LHStv. Pröll genießt, ist unverzüglich in die Planrealisierung einzubinden.

NÖN  Woche Nr. 46 / 1989  Klosterneuburg  Seite 21
Von Herwig Irmler

Gemeinde sucht ein neuerliches Gespräch:     
Hochwasserschutz wird
jetzt neu überarbeitet

Kierling,- Der auf Wunsch der Gemeinde projektierte `Hochwassserschutz Kierling´ wird zwar nach Protest-Rufen der Anrainer (NÖN- Nr. 39) neu überarbeitet. Die Verbauung soll aber noch 1990 begonnen werden.
Diese durch die Abt. B III der NÖ Landesregierung getätigte Aussage gibt erneut Anlass für Kritik. Umstrittenes Detail ist die Projektstufe entlang der Grüngürtel- Gründe Stegleiten, die im alten Plan von Dipl. Ing. Werner aus 1985 aber auch in der Neufassung Maßnahmen für ein 100-jähriges Hochwasser- Ereignis vorsieht.
Tatsächlich sind aber entlang der landwirtschaftlich genutsten Fläche nur nach dem fünfjährigen Hochwasser Schutzmaßnahmen zu treffen. Damit könnte die längste Strecke des 20,- Mio. Schilling Vorhabens ohne technischen Eingriff im derzeitigen Naturzustand belassen bleiben.
Außer einer solch dringenden Forderung sind viele Anrainer auch mit den geplanten Maßnahmen entlang des verbauten Bachbettes nicht einverstanden. So hat beispielsweise die Bundeswasserbauverwaltung der Landesregierung, vertreten durch Oberbaurat Dipl. Ing. Wöhrl, einem Anrainer ein als einseitig zu bezeichnendes `Tauschgeschäft´ vorgeschlagen. Weil die Vorbesitzer dieser Liegenschaft eine Stützmauer auf 20m² des öffentlichen Wassergebietes für eine Garage errichtete, die nicht mehr entfernt werden kann, wurde eine Ablöse in Form eines Ausgleiches vereinbart, deren Fläche mehr als 200m² beträgt. Unter dem Druck der sofortigen Entscheidung haben sich die Grundeigentümer einverstanden erklärt.
Die Gemeinde will nun vor endgültiger Grundeinlöse, Wasserrechts- und Bauverhandlungen mit den zuständigen Beamten der Landesregierung ein neuerliches Gespräch im Ausschuss führen.

          Probleme   39