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Marmor Stein und Eisen bricht - aber unsere Liebe nicht...     23.05.2010

Eigendarstellung  (In der Web-Vorgabe auszugsweise. Schreibart 1:1 übernommen)
Diese gelungene Event-Darstellung hat folgenden Titel und wurde so hergestellt:
Der Ufo-Landeplatz-Engel- etc, stammen vom Künstler Günther Hoenig.
Laut Marmorstein-Mitteilung vom 17.12.2010. Vielen Dank!

Foto: H. Irmler

christian marmorstein

geboren 1962. genetische wurzeln: mütterlicherseits in klosterneuburg-weidling, väterlicherseits im waldviertel. wirtschafts- und technikerausbildungen und -berufe in wien, niederösterreich und kärnten. sein gestaltungsdrang und seine lust an der tätigen begegnung mit den unterschiedlichsten materialien lassen ihn ab etwa 1980 als autodidakt immer wieder ins terrain der plastik vordringen. das führt zu kulturellen experimenten im öffentlichen raum und zu preisen der stadt klagenfurt, des landes kärnten und vom bund. er bereist europa und die angrenzenden mittelmeerländer, studiert, lernt von künstlerfreunden, malt, formt, stellt aus...

 
1) ...ab 1995 begibt er sich in seiner klosterneuburger heimat auf eine künstlerische „expedition zu den ursprüngen. auf diesem weg inszeniert er ab 1997 an besonderen orten große feuerevents zum thema „ursprungsuche“...
 
2) ...ein fest mit großem feuer, pyrotechnischem zauber, musik, tanz, masken, essen, trinken, lieben. ein fest das für eine nacht die teilnehmer von der einengenden vernunft der nutzungszwänge befreit, als kulturevent. der veranstaltende künstler in der rolle des schamanen, der mit hilfe des feuers und des von ihm inszenierten rituals die begegnung mit den kräften des ursprungs ermöglicht...
 
3)
...die wirkung seines einsatzes erinnert an die feste und rituale, die er auf seinen reisen kennengelernt hat. nicht nur die metallplastiken, die er dem jeweiligen thema entsprechend vorbereitet und dem feuer übergeben hat...
 
4) ...seine arbeit als künstler ist in unserer notgemeinschaft gar nicht hoch genug einzuschätzen und verdient in ihrem wert erkannt und in jeder hinsicht gefördert zu werden...
 
5) ...christian marmorstein ist ein bildender künstler und als solcher wesentlich in der gemeinschaft, weil er spaltungen überbrückt und kunde bringt vom abgespaltenen, ungehörten und damit unerhörten...

 
6) ..."er ist ein künstler im besten sinne des wortes". ist er nun der bildende künstler in der rolle des schamanen oder ist er der schamane in der rolle des bildenden künstlers? für uns, die wir als festgäste, manchmal an die tausend, den feuerzauber miterleben, macht es keinen unterschied. für ihn auch nicht. ob so oder so, in jeder rolle ist sein einsatz total!

otto goger
Marmorstein mit Stahl NÖN 17/2010-10              
Hätte Hr. Marmorstein nicht so tolle Helfer,       
würde das Werk
fünf Mio Schilling kosten!!

 
Interview /
Der `Kreisverkehr Entlastungsstraße´ bekommt ein € 62.000,-  teures Kunstwerk. Die NÖN sprach mit dem Künstler.
Klosterneuburg / Stahl ist in den nächsten Monaten der Werkstoff von Christian Marmorstein. Den Wettbewerb, der an der Universität für Angewandte Kunst ausgeschrieben war, konnte der Weidlinger Künstler für sich entscheiden: Christian Marmorstein wird einen der neuen Kreisverkehre, nämlich den in der Tieflage der Entlastungsstraße, mit einem Kunstwerk zieren. Kostenpunkt 62.000.- Euro. In Sparzeiten wie diesen kein unerheblicher Betrag. Aber nicht nur der hohe Geldbetrag polarisiert, sondern auch der Standortwechsel und das Kunstwerk selbst.
 
NÖN:  Herr Marmorstein. Ihr Kunstwerk wurde im Gemeinderat als Kraxn bezeichnet und
der Standortwechsel kritisiert?
Marmorstein: Der Witz ist der: Ich hätte von Anfang an lieber den unteren Kreisverkehr gestalten wollen. Zur Ausschreibung stand aber der beim Weidlinger Bahnhof.
Ich hab das Kunstwerk quasi als
Eingangstor zum Weidlingtal konzipiert.
NÖN:  Mussten Sie mit dem Standort nicht auch das Konzept wechseln?
Marmorstein: Ich habe immer deponiert, dass ich auch für den unteren Kreisverkehr arbeiten will. Die Idee war dann die, den unteren Kreisverkehr als Eingangstor in die Stadt zu gestalten. Einen siebenarmigen Leuchter vom Stift als Grundkonzept konnte ich
aber behalten. Sie symbolisieren die sieben Kirchen der sieben Katastralgemeinden.
Nur das Volumen des Kunstwerks wurde größer. Und die Blickachsen änderten sich.
 
NÖN:  Also hat sie der Standortwechsel nicht gestört?
Marmorstein: Nein, im Gegenteil. Ich habe eine große Freude damit, wie sich die Stadt entschieden hat. Ich mach jetzt das, was ich immer schon wollte.
 
NÖN:  Stört Sie nicht, dass der Interessierte nicht einmal stehen bleiben kann, um ihr Kunstwerk zu betrachten?
Marmorstein: Dieses Kunstwerk lebt vom Vorbeifahren. Es hat ganz klar symmetrische Elemente, die man gerade durchs Vorbeifahren erst erkennt.
Es stellt einen Baum im Wind dar. Symmetrie und Details finden immer wieder einen neuen Blickwinkel.
 
NÖN:  Arbeiten Sie allein daran?
Marmorstein: Etwa 20- teils freiwillige Helfer, Künstler und Kunsthandwerker habe ich, um das Projekt zu realisieren. Hätte ich keine freiwilligen Helfer, käme ich mit 62.000- Euro nicht durch. Es wäre fünf Mal so teuer.
 
NÖN:  Sie haben sich als Feuerkünstler beim Uferhaus einen Namen gemacht. Haben Sie schon einmal für die Stadt gearbeitet?
Marmorstein: Ich arbeite immer an etwas für die Stadt und ihre Bevölkerung. Ich bringe mich auch gerne- wie beim Uferhausfeuer- gratis ein. Für mich ist Arbeit vermehrte Lebensfreude.
Natürlich soll sich auch das Geld vermehren.
Aber die Freude an der Arbeit steht bei mir immer im Vordergrund.      Kunstwerk um 
€ 62.000,-  "Unheimlich"!!! >
 
Kunstwerk um 1 Mio Schilling!           

 
Die Kosten sind nach dem Tullner Modell (li. Bild) nicht nur
 erschwinglich. Sie sind sogar bedeutend preisgünstiger als das
 "Marmorstein-Künstlermodell", wie es Klosterneuburg für den 
 Unterführungs- Kreisverkehr vom Gemeinderat - nach der  
 persönlichen "Handschlag-Zusage" des Bürgermeisters
 im Nachhinein beschließen  ließ. Immerhin kostet das "selbst 
 kreierte Kunst-Modell
" umgerechnet
 ca 1 Mio. Schilling. Der im großen Bild gezeigte `Wusten / Ring´
    im Besitz v. Prof. Essl, könnte eventuell
kostenfrei erhältlich sein v
 
`Wusten im Ring´- wäre günstiger
           

 
als das `Marmorstein´ - Objekt
Das erkennen insbesondere sparsame Bürger und Bürgerinnen.
"Für ein derartiges Kunstobjekt könnte, meiner Meinung nach, der Sparstift unvergleichlich positiver eingesetzt werden, als dies durch das Marmorstein- Gebilde dargestellt wird", ist SP-GR Barbara Vitovec überzeugt. Es ist tatsächlich anzunehmen, dass der Besitzer Prof. Essl die "West- Skulptur" an diesem Platz kostenfrei zur Verfügung stellen könnte. Das Marmorstein Gebilde könnte zu späterer Zeit und an einem anderen Ort öffentlich gezeigt werden.
 

Franz West, Skulptur 1999  "Wusten im Ring"
 
30.5.2001 Eine 4 Meter hohe und 2,7 Meter breite grell rose lackierte Aluminiumskulptur von Franz West steht seit Anfang Mai 2001 auf dem Vorplatz der Sammlung Essl. Sie war zuletzt bei der großen Ausstellung auf Schloss Ambras zu sehen. Seit langem schon suchte der Sammler Karlheinz Essl nach einem Objekt, das den Ansprüchen des Vorplatzes des Museums gerecht wird. Karlheinz Essl: „Es wurde der ideale Platz für die Skulptur bestimmt, den ich in einiger Entfernung vom Gebäude platziert habe. Sowohl das Museum als auch die Skulptur haben genügend Raum, um eigenständig wirken zu können, stehen aber trotzdem in einem Dialog zueinander.“  
In den 90er Jahren bekam Franz West den Auftrag, eine Skulptur für den Außenraum zu schaffen. Bei der Frage des Materials entschied er sich für Aluminium, das ihm eine ähnlich offene Arbeitsweise erlaubt. Die einzelnen Stücke werden gebogen und dann zusammengeschweißt. Das entstandene Objekt zeigt deutlich die Nahtstellen und entspricht so Wests Abneigung gegen einen allzu „glatten“ Perfektionismus. Die in den folgenden Jahren entstandenen Skulpturen für Außenräume zeigen alle eine monochrome Farblackierung. Dabei treten hauptsächlich drei Farben auf, die er schon bei sehr frühen Materialbildern verwendet hatte und die aus seiner damaligen Seh- Erfahrung resultierten: “Amts- oder Linsengrün“ (bevorzugt in Schulen und Amtsstuben), “Kotbraun“ (beliebt als Fenster- und Türanstrich in Kleinbürgerwohnungen) und, wie bei der Skulptur der Sammlung Essl, Rosa, beziehungsweise Fleischfarben. Diese Farbe erinnert nicht nur an die menschliche Haut und Damenunterwäsche, sondern auch an Zahnprothesen und hat damit einen biographischen Bezug zu West, dessen Mutter Zahnärztin war. Das grelle Rosa steht bewusst in starkem Kontrast zu den Farben der Natur. West geht davon aus, dass man weder die Formen, noch die Farben der Natur übertreffen könne, deswegen sollte man sie auch nicht imitieren.
Die Skulptur der Sammlung Essl besteht aus zwei Teilen, einem Ring und einer länglichen Form. Diese entwickelt er aus den seit den 90er Jahren entstandenen so genannten “Wusten“ und “Quilzen“, länglichen, am Boden liegenden Leibformen, auf denen man sitzen kann.
In dieser Skulptur wird die Benutzbarkeit durch die Kombination mit dem Ring aufgehoben. 
 
Diskussion und Beschluss abgesetzt...        
1. Ja,
dieser Tagesordnungspunkt war schon einmal als Beschlussvorgabe für die Diskussion einer GR-Sitzung. Er wurde aber weder diskutiert- noch positiv oder negativ beschlossen, sondern zu Sitzungsbeginn abgesetzt. Der Grund kann der sein, dass der Standort nicht zum Klosterneu-burger Gemeindegebiet gehört. Schließlich handelt es sich ja um eine Bundesstraße. 
 
2. Nein!
Ohne Beschluss kann sich niemand auf eine Zusage oder Ablehnung eines Antrags berufen. Deshalb ist er zur gegenständlichen Sitzung als Neu-Antrag und somit als Erst-Antrag in die Tagesordnung aufgenommen worden. Dem Künstler daher ohne Beschluss eine Zusage zu geben und im Nachhinein positiv beschließen zu müssen, ist im höchsten Maße unkorrekt.
 
3. Unlogisch:
Natürlich hat die Preissituation nichts mit dem Standort zu tun. Und ob es sich bei diesem
Metall-Gebilde tatsächlich um ein Kunstwerk
handelt, ist erst zu ergründen. Tatsächlich ist es ungeklärt- ob es sich beim Hersteller um einen nicht approbierten Darsteller handelt.
So könnte das von Marmorstein errichtete und selbst ernannte `Kunstwerk´ wertlos sein.
Das erkennt man u.a. daran, dass dieses Gebilde unverkäuflich ist. Eine fachorientierte Wertanalyse wäre an dieser Stelle sehr interessant.
 

4. SAU kontra ÖVP:
Während Bgm. Schmuckenschlager über Einhaltung von Handschlagsqualität spricht,
will SAU Mandatar Kehrer wissen
- warum von Handschlagsqualität gesprochen wird.
Das würde ja nachweisen, dass Versbrechen gegeben wurden, ehe noch Beratungen und Beschlüsse erfolgten
!!!
5. Was heißt `mehrheitlich´ zugestimmt?
Meinem Verständnis nach, bedeutet "mehrheitliche Zustimmung" - dass die Mandats- und Stimmen-Mehrheit vorhanden war. Wenn nur eine Partei die Mehrheit aufweist, ist das deutlich anzugeben.
Richtig hätte die Formulierung in der NÖN so lauten sollen
: Nur mit der Beschlussfassung der ÖVP Mehrheit, wurde dem Antrag zugestimmt.
 
6. Zuletzt sollten wir uns die Gretchenfrage stellen...
Nach "Wiki":
Die Gretchenfrage bezeichnet eine direkte, an den Kern eines Problems gehende Frage, die die wahren Absichten des Gefragten entlarven soll...
Da ich zum Beispiel die Erklärung der waren Absichten nicht erwarten kann - und daher gleich vorweg auf eine allfällige Beantwortung verzichte, beschränke ich mich auf Fakten, von denen sich jeder Leser und jede Leserin ein eigenes Bild machen kann. Hat wider Erwarten jemand Lust und Laune - mir zu antworten, ist das unter lion@aon.at möglich. Die Meinungen und Antworten werden auf Wunsch - vertraulich und geheim gehalten.
Faktum ist, dass die Planung, Projektierung und Ausführung aufgrund eines Beschlusses des Stadtrates vom 15.4.2009 für die Kreisverkehre Pater Abel Straße und Bhf. Weidling festgelegt wurde. Als Erstplatzierte für die Pater-Abel-Straße wurden die Künstler Stiglitz - Vary, und für den KV Bhf. Weidling - Hr. Christian Marmorstein gewählt.
Und noch einmal die Gretchenfrage:
Wer wurde nach Marmorstein mit dem 2. und 3. Platz prämiert?

Diese davon abzuleitende Antwort ist ein wichtiges Kriterium für alle Interessierten.
Da die Wahlentscheidung für Siegerpreis und Auftrag unter Bgm. Dr. Schuh abgesetzt wurde, ist es umso spannender, wie es zur Entscheidung für Marmorstein gekommen ist. Aber auch- wer waren die Teilnehmer der Jury Entscheidung? (Waren es Experten- oder lediglich Orts-Politiker?) -K1-
 

Wirbel um Kreisverkehr       

KLOSTERNEUBURG / Gestaltung / Eine Skulptur soll den Kreisverkehr in der Tieflage
der Entlastungsstraße verschöönern. Das gefällt nicht jedem!

VON NICOLA ASKAPA   NÖN - Woche 16/2010 Seite 8 
Für die Gestaltung des Kreisverkehrs beim Bahnhof Weidling wurde im Vorjahr von der Stadtgemeinde Klosterneuburg ein Wettbewerb ausgeschrieben. Gewonnen wurde dieser vom Künstler Christian Marmorstein. Eine Skulptur um 62.000,- Euro sollte auf der Verkehrsinsel im Kreisverkehr errichtet werden. Nach Diskussionen in der Baudirektion wurde in der letzten Gemeinderatssitzung nun aber mit ÖVP-Mehrheit entschieden, das Kunstwerk - entgegen den Wettbewerbsvorgaben - in der Tieflage am Beginn der Entlastungsstraße zu positionieren.
Kritische Stimmen ertönten in der Gemeinderatssitzung aus Kosten- und Standortgründen. Gemeinderat Peter Hofbauer dazu: „62.000,- Euro in Zeiten der Sparmaßnahmen für ein Kunstwerk auszugeben, halte ich für verantwortungslos. über Kunst lässt sich bekanntlich streiten. So dieses siebenarmige Gestell ein Kunstwerk ist, frage ich mich, wieso wir das in diesen Kreisverkehr stellen.“
Heftige Diskussion über Kunstwerk mit sieben Armen
Kulturstadtrat Mag. Konrad Eckl verteidigte die Entscheidung: „Die Skulptur wirkt im unteren Kreisverkehr einfach besser. Der Künstler nimmt auf die Blick-Achsen Rücksicht, und der Standort ist ein klares Entree der Stadt.
Natürlich muss man aufs Geld schauen, aber ein Kunstwerk ist ja ein bleibender Wert.
!!
Der Künstler ließ sich bei seinem Entwurf von der Grundform des siebenarmigen Leuchters im Stift inspirieren, kombiniert dieses Motiv mit Symbolen für die in Klosterneuburg typische Landschaft. Die Basis des Ganzen bildet ein abstrahiertes Auto.

SPÖ-Stadtrat Dr. Stefan Mann stellte indes den Gegenantrag, die Beauftragung um ein Jahr zu verschieben: „Man muss schon überlegen, in welcher Zeit man was macht!“
Bürgermeister
Mag. Stefan Schmuckenschlager zeigte für diese Argumentation zwar Verständnis, meinte jedoch: „Die Stadt muss Handschlagsqualität behalten, da möchte ich nicht derjenige sein, der das jetzt zurücknimmt.“ Dies wiederum machte Gemeinderat Johannes Kehrer von der Liste SAU stutzig: „Wieso Handschlagsqualität? Bis jetzt wurde niemandem etwas versprochen, oder? Mich würde schon interessieren, was da jetzt schon zugesagt wurde.“
Gemeinderat Dr. Bernd Schweeger (PUK) hält die Investition von 62.000,- Euro für unangebracht: „
Die finanzielle Belastung steht für uns an erster Stelle. Eine Handvoll Grassamen und ein Baum tun es auch. Marmorstein konnte einen Entwurf machen mit dem Risiko, es nicht ausführen zu können.“
Dem Antrag wurde im Gemeinderat, trotz allem, mehrheitlich zugestimmt.
 

Stadtgemeinde Klosterneuburg

Rathausplatz 1, 3400 Klosterneuburg

Dringlichkeitsantrag      
an den Gemeinderat

 

TOPkt.:

Gegenstand: Gestaltung Kreisverkehr LB 14 neu Weidling

Amt/Bearbeiter: GA IV -  Baudirektion / Ing. Peter Neubauer

Vorlage Nr.: GA IV/0071/2010

Gremium:

Termin:

Behandlung:

Gemeinderat

16.04.2010

Entscheidung

S A C H V E R H A L T
 

In der Sitzung des Stadtrates vom 15.4.2009 wurde die Durchführung von Gestaltungswettbewerben für die Kreisverkehre Pater Abel Straße und Bhf. Weidling beschlossen. Als Erstplatzierte wurden von der Jury für den KV Pater Abel Straße die Künstler Stiglitz/Vary und für den KV Bhf. Weidling Herr Christian Marmorstein gewählt. Nach eingehenden Diskussionen wird entgegen den Wettbewerbsvorgaben vorgeschlagen die Skulptur von Herrn Christian Marmorstein zur Gestaltung des KV´s in der Tieflage am Beginn der Entlastungsstraße als geeigneter Standort heranzuziehen.

Da die Gestaltung des KV in der Tieflage am Beginn der Entlastungsstraße im Jahre 2010 realisiert werden soll, sind ehestmöglich diverse Vorarbeiten bzw. Bestellungen zu tätigen. Die Gesamtkosten für die Herstellung und Montage der Skulptur werden von Hrn. Marmorstein mit maximal € 62.000,- inkl. MWSt. angegeben. Die Beleuchtung, das Fundament und die restliche Gestaltung der Kreisverkehrsfläche (Schotterflächen mit Grassegmenten um die Skulptur) sind von der Stadtgemeinde Klosterneuburg herzustellen.

Um den Verwaltungsaufwand so gering als möglich zu halten, sollen Zulieferfirmen (Spezialfirmen für Metalllieferungen, Herstellung von Metallgüssen, Firma für Sandstrahlen, etc.) bis zu einer Höhe von € 32.000,-- inkl. MWSt. direkt von der Stadtgemeinde Klosterneuburg beauftragt werden. Die Restkosten in der Höhe von € 30.000,-- sollen zu je einem Drittel (1/3 zur Beauftragung, 1/3 zur Hälfte der Bauzeit und 1/3 nach Aufwandsnachweis zur Fertigstellung) ausbezahlt werden.

Der Bürgermeister stellt somit den

Dringlichkeitsantrag,
der Gemeinderat wolle beschließen
 

Herr Christian Marmorstein, 3400 Klosterneuburg, Dehmgasse 68, wird mit der Herstellung einer Skulptur gemäß dem Siegerprojekt aus dem Wettbewerb zur Gestaltung des KV Weidling Bhf. zu einem Maximalbetrag von € 62.000,-- inkl. MWSt. beauftragt. Die Abrechnung bzw. Teilbeauftragungen erfolgen wie im Sachverhalt dargestellt. Als Standort wird entgegen den Wettbewerbsvorgaben der KV in der Tieflage am Beginn der Entlastungsstraße beschlossen.

Bedeckung:

Die Bedeckung ist auf folg. VA-Stelle(n) gegeben: 5/612-00200
 
Begründung der Dringlichkeit:
Da die Herstellung des Kunstwerkes sehr zeitintensiv ist und eine Fertigstellung noch im Jahr 2010 erfolgen soll, ist die Dringlichkeit gegeben.
 
Zur Dringlichkeit sprachen:  -/-
Zum Antrag sprachen: GR Dr. Schweeger-Exeli, GR DI Hofbauer, STR Mag. Honeder, Bürgermeister. Mag. Schmuckenschlager, GR Mag Zach, STR Dr. Mann, STR Mag. Eckl, GR Kehrer
Abstimmungsergebnis: Der Antrag wird mit 10 Gegenstimmen (SPÖ, FPÖ, GR DI Hofbauer, GR Dr. Schweeger-Exeli) und 4 Enthaltungen (Die Grünen, GR Kehrer) mit Mehrheit angenommen

Zum Dringlichkeitsantrag 3) sprachen:

 

GR Dr. Schweeger-Exeli hält fest, dass man im Sinne der Sparsamkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit die Gemeindefinanzen im Auge behalten sollte. Er könne zu den Kosten für die Gestaltung dieses Kreisverkehrs nur sagen, dass das € 62.000,-- seien, die man auch anderswie, ob in Jugendarbeit oder Ähnliches mehr verbrauchen könnte. Er sei nicht sicher, dass es gerechtfertigt sei, diese Kosten aufzubringen. Er könne nur seine Co-Gemeinderätin Prööglhööf zitieren: „Eine Hand voll Grassamen und ein Baum tun es auch“ und das kostete bedeutend weniger. Die PUK werde daher diesen Antrag nicht unterstützen.

 

GR DI Hofbauer schließt sich dieser Wortmeldung an.
Man müsse € 62.000,-- (fast 1 Mio. S)  in einer Zeit, wo es nichts als – berechtigte – Sparappelle gebe, aufbringen. Man müsse sich einmal vorstellen, wie viele Leute arbeiten und Steuer zahlen müssen, um dort so ein seltsames Kunstwerk bewundern zu können. Er fragt, wer sich von den hier anwesenden, vor allem neuen Gemeinderäten dieses Kunstwerk angesehen habe. Akteneinsicht habe offensichtlich nur er genommen und sich das angeschaut. Darüber habe man sich gewundert, dass er sich das anschauen wollte. Es sei ein siebenarmiges Gestell – man könne darüber diskutieren, ob das überhaupt ein Kunstwerk sei. Er persönlich würde sich auch das eine oder andere Bild in seine Wohnung hängen, aber er müsse sich natürlich nach der Decke strecken. Dafür € 62.000,-- auszugeben, sei eine Verschwendung. Er werde das immer wieder klopfen, weil darüber diskutiert werde, dass die Vereine bei den Subventionen beschnitten werden.
Es werde eine Fülle finanzieller Problemen auftauchen und in Zeiten wie diesen stelle man einem Kunstwerk – einen siebenarmigen Leuchter – hin.

Wenn das ein Kunstwerk sei, so frage er sich, warum man das in einen Kreisverkehr stellt, ob man dort stehen bleiben und es bewundern könne, und dass dadurch  einem jemand hinten hinein fährt. Es werde möglicherweise zu Unfällen kommen, wenn die Leute dort stehen bleiben und das Kunstwerk betrachten und sich fragen, was das eigentlich sei. Er fragt sich wirklich, warum man diese Kraxn dort hinstellt. Er wisse schon, dass immer wieder komme: „Die Freiheit der Kunst“. Er erlaube sich aber schon zu sagen, dass er zur Ausübung der Freiheit der Kunst sage, was ihm gefalle und was nicht. Das sei aber nicht das Vordringliche. Er möchte zunächst wissen - die Damen und Herren, die in der Jury gewesen seien, könnten das erklären -, was das für ein Kunstwerk sei. Er habe sich im Internet die Biografie des Herrn Marmorstein heraus geholt. Er empfinde sie als lustig. GR DI Hofbauer liest sodann diese Biografie vor. Er bittet, ob ihm jemand diese Biografie, die er nicht verstehe, erklären könnte.

 

Auf den Zwischenruf STR Mag. Honeders, was die Biografie des Herrn Marmorstein mit dem Antrag zu tun habe, antwortet GR DI Hofbauer, dass diese insofern etwas damit zu tun habe, dass Herr Marmorstein beauftragt werde, dieses Kunstwerk zu machen, aber er (Hofbauer) das nicht verstehe. Vielleicht gebe es noch jemanden, der es nicht versteht. Es bestehe zwischen dem Künstler und dem Kunstwerk schon eine gewisse Beziehung. Daher sei der Konnex durchaus gegeben. Man könne das Kunstwerk hinstellen. Geld sei somit genug da. Er werde bei nächster Gelegenheit daran erinnern, wo das Geld hinaus geschmissen werde. Er stelle noch einmal die Frage, ob  der Bürgermeister die Verantwortung übernehmen werde, wenn in einem Kreisverkehr mitten drinnen so eine Kraxn aufgestellt werde. Man könnte genauso einen Felsen aus dem Waldviertel hineinstellen oder ein Sträucherwerk. Es werde aber ein Kunstwerk hingestellt und die Leute sollten stehen bleiben - oder es sei kein Kunstwerk, dann brauche man auch nicht stehen bleiben und es bewundern.

Der Bürgermeister ergänzt,
es sei üblich, dass Kreisverkehre gestaltet werden. Warum er zu dieser Abstimmung stehen könne, sei, dass bereits im letzten Jahr der Grundsatzbeschluss gefallen sei, diesen Kreisverkehr auszugestalten und dann auch ein Wettbewerb, der gewonnen wurde, durchgeführt worden sei. Diese Handschlagqualität müsse die Stadt behalten. Er möchte nicht derjenige sein, der das junktimiere auf Grund ästhetischer Empfindungen.

 
Die Erkenntnislage spricht eine andere Sprache :
Nein, es war damals kein Grundsatzbeschluss im Gemeinderat gefasst worden! Vielmehr wurde der Erstantrag abgesetzt!!!

 
GR Mag. Zach möchte nicht über die Kunstauffassungen, die sehr unterschiedlich sein können, diskutieren. Er möchte sich aber dem anschließen, was Herr Bürgermeister gesagt hat, es habe einen Beschluss gegeben, Kreisverkehre zu gestalten - hier könne man unterschiedlicher Meinung sein - es habe auch einen Wettbewerb gegeben, der gewonnen wurde. Dazu stehen auch die Grünen, es sei so beschlossen worden und so werde es gemacht. Warum sich die Grünen enthalten werden, sei, dass die Ausschreibung auf die Ausgestaltung des Kreisverkehrs Weidling abgezielt gewesen sei und auch das Objekt so zu verstehen - wenn er es im Verkehrsausschuss richtig in Erinnerung habe. Dass man das so einfach an einen anderen Standort verschieben könne, verstünden sie nicht.
Im Dringlichkeitsantrag stehe: „Nach eingehenden Diskussionen wird entgegen den Wettbewerbsvorgaben vorgeschlagen....“, da hätte er gerne darüber zumindest noch einmal im Ausschuss gesprochen, warum das jetzt so anders laufen solle.

STR Dr. Mann betont, dass sich die SPÖ zur Gestaltung des öffentlichen Raumes bekenne. Natürlich sei die Gestaltung des öffentlichen Raumes eine Sache, mit der sich die Stadt präsentieren könne. Dazu gehöre erstens auch die Gestaltung eines Kreisverkehrs, aber – man könne zweitens unterschiedlicher Meinung über die konkrete Gestaltung sein, sie schön oder weniger schön finden und es unterschiedlich sehen – darauf möchte er gar nicht eingehen -, aber der dritte Punkt sei für ihn der entscheidende.
Man müsse sich anschaue, in welcher Zeit man was mache. Man habe eine Situation, wo die Finanzsituation der Stadt nicht wirklich rosig sei und wo es dringende Projekte gebe, die mehr Geld fordern – egal, ob für Projekte wie den SOMA- Markt oder dringende Renovierungen in den Amtsgebäuden – und wo man Prioritäten setzen müsse. Gestaltung des öffentlichen Raumes sei wichtig, aber es gebe Sachen, die in Zeiten wie diesen wichtiger seien. Daher stelle er den Gegenantrag, diesen Beschluss um ein Jahr zu verschieben und dann zu prüfen, wie dann die finanzielle Situation sei, um sich das dann anzuschauen und jetzt einmal prioritär andere Sachen zu behandeln. Die Gestaltung eines Kreisverkehrs sei nicht diese Priorität – wie immer man inhaltlich dazu stehe. In dieser Stadt gebe es Wichtigeres, was man mit dem Geld der Stadt tun müsse.
 

STR Mag. Eckl sagt, es sei schon vom Bürgermeister und STR Mag. Zach ausgeführt worden, wie es punkto Wettbewerb-Ausschreibung und Beschluss ausgesehen habe. (Gekürzter Inhalt) Denn wer sich den Entwurf einmal angeschaut habe, der wisse, dass diese Siebenarmigkeit die Katastralgemeinden darstelle, Modelle der Kirchen aus den Katastralgemeinden abgebildet seien, und das sei sehr wohl ein Bezug zur Stadt. Darüber werde das ganze gekrönt von der Topografie der Stadt. Hier sehe er die verschiedenen Teilbereiche der Stadt abgebildet und dadurch glaube er, dass das zu einer Identitätsstiftung beitragen könne. Deshalb würde er bitten, dem Antrag zuzustimmen.

 

GR Kehrer bemerkt, sich ebenfalls der Stimme zu enthalten. Warum er nicht dagegen sei, sei, dass es ein Wettbewerb gewesen sei. Da er an der Jury nicht teilgenommen habe, habe er auch nicht darüber abgestimmt. Es seien Gelder, wofür man sich ein Jahr das AST leisten könne. Das sei aber alles beschlossen worden und das respektiere er auch. Geschmäcker seien auch verschieden, ob das gefalle oder nicht sei eine andere Sache. Gerade der Standort sei für ihn das Problem, vor allem die Verlegung vom oberen in den unteren Kreisverkehr. Es sei schon richtig, dass es das Tor der Stadt – aber nur für Autofahrer – sei. Er betont, dass es nur das Tor der Stadt sei, das aber nichts zur Identität Klosterneuburgs beitrage, nur weil man um € 62.000,-- eine Skulptur baue.
Im oberen Kreisverkehr wäre es sinnvoller, weil am Bahnhof Weidling viel Fußgängerverkehr wäre, da seien viele Leute und da wohnten auch viele Menschen
. Hier würde es das Stadtbild beeinflussen. Dort unten sei es wirklich nur für Autofahrer. Gerade auch, wenn noch die Kontur der Stadt darüber sei, dann wirke die Skulptur anders. Als Fußgänger könnte man in der Aufeldgasse stehen und sie von oben anschauen – was aber nicht gedacht sei -, mit dem Zug fahre man schnell vorbei und sehe sie auch von oben und nicht so, wie es der Künstler denke. In Wahrheit komme man auch aus allen Richtungen aus einer Kurve in den Kreisverkehr. Man sehe sie auch nicht lange und steuere darauf zu. Die Zeit, wo man diese Skulptur sehe, sei so gering. Der Standort sei somit das Problem – und nur für den Autoverkehr.

 

GR DI Hofbauer sagt, nachdem das Wort Handschlagqualität gefallen sei, dass niemand mit Handschlag etwas versprochen haben könne, weil es keinen Beschluss gebe. Es sei einzig im Stadtrat beschlossen worden, einen Ideenwettbewerb zu machen. Bei diesem Ideenwettbewerb sei der Künstler als Bester hervorgegangen. Wenn es dazu einen Beschluss gegeben hätte, dann bräuchte man das heute nicht beschließen. Davon könne keine Rede sein – es sei denn, man habe jemand etwas versprochen, was aber nicht rechtens sei, weil der Beschluss erst im Gemeinderat fallen müsse. Über das Finanzielle werde man sich in Hinkunft unterhalten, wenn verschiedene finanzielle Fragen auftauchen. Er betone nochmals – natürlich könne man geteilter Meinung sein – ein Kunstwerk in die Mitte eines Kreisverkehrs zu stellen, halte er für einen ausgesprochenen Blödsinn.

 

GR Dr. Schweeger-Exeli möchte sich distanzieren von der Junktimierung bei der Errichtung des K-Werks
Er möchte über die Qualität des Kunstwerkes kein Wort verlieren, und er teile in keiner Weise die künstlerischen Beurteilungskriterien für die Stadtgemeinde an allererster Stelle. Ein klein wenig sei es notwendig, dem Bürgermeister zu widersprechen. Beim Grundsatzbeschluss mit Handschlagsqualität sei er mit GR DI Hofbauer einer Meinung. Hier könnte man nicht von einem Beschluss reden. Der Künstler habe den Entwurf machen können und das Risiko, das eben nicht ausführen zu können, bestehe immer noch, wenn es finanzielle Risken gäbe und Möglichkeiten nicht gegeben seien. Man habe im Lauf der nächsten Jahre - und das solle für viele Jahre dort stehen - die Gemeinde-finanzen etwas zu sanieren. Jetzt im Moment sei man davon weit entfernt. Er denke, dass dieses Geld zweckdienlicher eingebracht werden könnte.
Zum Standort selber teile er nicht ganz STR Mag. Eckls Vorstellungen. Das als Einfahrt von Klosterneuburg hoch zu stilisieren, halte er für eine kühne Behauptung. Führ ihn sei das ein Betonreindl, in dem Autofahrer möglichst kurz ihren Aufenthalt haben. Es sei eine typische, einem suburbanen Bereich entsprechende Straßengestaltung dort. Wenn man noch so viel hinein stellte, würde es diesen Charakter nicht verändern. Wenn womöglich noch zusätzlich eine Einfahrt geschaffen würde für dieses geplante Fachmarktprojekt auf dem Standort Electrovac, dann werde das dort eine ganz schön enge Geschichte werden. Schon aus diesem Grund heraus würde eine künstlerische Ausgestaltung fehl am Platz sein. Die PUK habe Ja gesagt zu einer Ausgestaltung, dass vielleicht ein Baum dort stehen könnte, wenn man entsprechende Erde zur Verfügung stellte, weil er in dem Schotterbeet nicht gedeihen würde, das wäre ein klein bisschen Mehr an Vermenschlichung dieses Bereiches, als es eine Metallplastik wäre. Man sollte sich nicht verblenden lassen oder in nächster Zeit äußerst vorsichtig sein, wenn Grundsatzbeschlüsse angeboten werden. Grundsatzbeschlüsse zur Ausgestaltung seien grundsätzlich ein Ja zu einer bestimmten Idee, die man verfolgt. Wenn es sich aber zeigte, dass es zum jetzigen Zeitpunkt nicht opportun sei. es zu tun, dann lasse man es eben. Wenn der Grundsatzbeschluss bereits der Entschluss sei etwas zu tun, dann sozusagen - wer A sagt, müsse auch B sagen. Dann ssei die PUK nicht dabei. Er sei dafür, den Kreisverkehr dort unten so hässlich zu lassen, wie er jetzt sei. Plus einen Baum.
Abstimmungsergebnis über den Gegenantrag der SPÖ: Der Antrag wird mit 27 Gegenstimmen (ÖVP, FPÖ, GR Dr. Schweeger-Exeli) und 1 Enthaltung (GR Kehrer) mit Mehrheit abgelehnt.
Abstimmungsergebnis über Dringlichkeit 3):
Der Antrag wird mit 10 Gegenstimmen (SPÖ, FPÖ, GR DI Hofbauer, GR Dr. Schweeger-Exeli) und 4 Enthaltungen (Die Grünen, GR Kehrer) mit Mehrheit angenommen.
 
Ein Meilenstein dank Christian Marmorstein  -  Das erkennt die NÖN     
Künstler am Werk / Christian Marmorstein soll dem neuen Weidlinger Kreisverkehr ein gestalterisches Element verpassen.
Von Alexandra Halouska
 
Weidling / Nach zwanzig Jahren Umherwandeln in den unterschiedlichsten Ländern der Welt ist Christian Marmorstein letztlich wieder zu Hause in Weidling angekommen. Und hat sich bereits eingelebt: "Ich fühle mich als Weidlinger wieder aufgenommen", freut sich der Kunstschaffende. Schon bald darf er seiner Kreativität bei der Gestaltung des Weidlinger Kreisverkehrs freien Lauf lassen. Unter zahlreichen Einsendungen zur Gestaltung des Kreisverkehrs entschied sich die Jury letztlich für Marmorstein.
"Ich war überrascht und zugleich stolz", so der Künstler.
Bereits bei der alljährlichen Sonnwendfeier des "Uferhaus" verschaffte sich Marmorstein dank seiner kolossalen Holz- und Stahlgebilde einen Namen. Die Stadtgemeinde huldigte seinem Können mit einer eigenen Ausstellung im Stadtmuseum. Jetzt darf sich der Weidlinger am Ortsbild beteiligen.

Goldschmiedearbeit mit detailreichem Ortsbezug
"Ich möchte meine Planung bestmöglich umsetzen. Ich kenne die Topographie und den Kulturkreis der Gemeinde sehr gut und werde mein Wissen auch entsprechend im Werk verarbeiten", verrät Marmorstein schon jetzt.
Dabei möchte der Künstler vor allem detailbezogen werden: "Es soll eine Goldschmiedearbeit werden"  
 die sehr filigran und detailreich sein wird.
"Themen wie die Weidlinger Kirche, Wein, Stift und
Wald sollen darin vorkommen
"
, so Marmorstein.
Von Kreisverkehren ist er grundsätzlich begeistert: "Ich halte es für eine gute Einrichtung. Man kann viel homogener fahren, der Verkehrsfluss bleibt erhalten. Man kann auch wesentliche Unterschiede beim sozialen Verhalten der Menschen feststellen. Die Leute lassen einen vor, haben es nicht so eilig voranzukommen- wie bei einer Ampel."
2011 eröffnet sich die Frage: Wurde dieses Modellprojekt jetzt wieder verworfen?
 
Neue Kunst für Kreisverkehre    NÖN     
Gestaltung / Der Kreisverkehr in Weidling soll mit einem abstrahierten Auto verziert werden. Der geplante Kreisverkehr auf der Wiener Straße verkörpert die Schleiersage.
 
Klosterneuburg / Die Entscheidung der künstlerischen Gestaltung der Kreisverkehre beim Bahnhof Weidling sowie des geplanten Kreisverkehrs im Bereich Wiener Straße /
Pater-Abel-Straße ist gefallen. Aus 20 eingereichten Projekten, von denen neun in
die engere Wahl gekommen sind, wurden von einer Jury zwei Siegerprojekte gekürt.
Bemerkenswert ist, dass sich Klosterneu-burger Künstler durchsetzen konnten .
Den Preis für den geplanten Kreisverkehr Wiener Straße / Pater- Abel- Straße konnte ein Entwurf  des Künstlerduos Katharina Stiglitz und Stephan Vary erringen, das die `Schleierlegende´ in moderner Formensprache darstellt.
Unmittelbar vor der Kulisse des barocken Kaisertraktes werden ein
lebender Holunderstrauch
und ein monumentaler skulpturaler Schleier, der teilweise vom Strauchwerk verhüllt wird, auf die Entstehungsgeschichte des Stiftes hinweisen.
Als Sieger für die Gestaltung des Kreisverkehrs beim Weidlinger Bahnhof ging der Künstler Christian Marmorstein hervor. Er ließ sich bei seinem Entwurf von der Grundform des siebenarmigen Leuchters im Stift inspirieren, kombiniert dieses Motiv aber mit Symbolen für die Landschaften, die man von dieser Kreuzung aus sieht.
Die Basis des Ganzen bildet ein abstrahiertes Auto. Die originelle und teilweise durchaus humoristische Formensprache dieser Strahlskulptur, von der der Künstler bereits ein
1,30 Meter großes Modell präsentieren konnte, veranlasste die Jury zu einer spontanen Entscheidung zu Gunsten des Weidlinger Bildhauers.
Marmorstein ist bekannt für seine Stahlskulpturen
"Ich war überrascht und gleichzeitig stolz, als Künstler auserwählt zu werden", freut sich Marmorstein. Vor allem durch seine brennenden Skulpturen beim jährlichen Sonnwendfest des "Uferhauses" machte sich Marmorstein bereits einen Namen. Derzeit laufen Gespräche
zwischen der Gemeinde und den Preisträgern bezüglich der Umsetzung der Entwürfe
 

Kostspieliges Entree geplant          

von Cornelia Grobner aus Tulln an der Donau | am 17.11.2010 | 126 mal gelesen | 0 Kommentare | 0 Bildkommentare | 1 Bild

 


Einmal geschoben, jetzt im Budget für 2011: der Kreisverkehr
Wiener Straße/ Pater-Abel-Straße.
Für den Kreisel muss die Tankstelle ein Stück zurückweichen
und auch das Stift tritt einen Grundstreifen ab.

 
Klosterneuburg scheint Tulln mit seinen mittlerweile über 20 Kreisverkehren zum Vorbild zu haben: Nächstes Jahr ist die Errichtung eines weiteren Kreisels auf der Wiener Straße zur Oberen Stadt hin geplant. Angesichts Gebührenerhöhung hat das 1,2-Millionen-Werk nicht nur Freunde.
KLOSTERNEUBURG (cog). Vor gut einem halben Jahr sorgte der Beschluss, den
Kreisverkehr in der Unterführung zum Gewerbegebiet um 62.000 Euro künstlerisch gestalten
zu lassen, für viel Kritik im Gemeinderat. Damit solle ein schönes Entree zur Stadt geschaffen werden, so die ÖVP-Begründung.
Doch damit der Entrees nicht genug: Auch die Zufahrt von der Wiener Straße in die Obere Stadt soll zu einem Eingangsportal – mit Stift-Kulisse im Hintergrund – per Kreisverkehr verschönert werden.

Einmal geschoben, jetzt im Budget für 2011: der Kreisverkehr Wiener Straße/Pater-Abel-Straße. Für den Kreisel muss die Tankstelle ein Stück zurückweichen und auch das Stift tritt einen Grundstreifen ab.
Historischer Stadteingang
Knapp 1,2 Millionen Euro wird die gesamte Umgestaltung – inklusive Grundablöse für eine Verbreiterung
der Pater-Abel-Straße – kosten.
Ein teurer Spaß! Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager (ÖVP) verteidigt das für nächstes Jahr geplante Vorhaben: „An der Stelle befindet sich ja auch der historische Stadteingang.“ Ohne Kreisverkehr würde das Vorhaben zwischen 300.000 und 400.000 Euro weniger kosten. So ein Entschluss in Sparzeiten mache nicht unbedingt eine schöne Optik, räumt Schmuckenschlager ein. Aber:
„Die Straße ist zu ramponiert, man muss sie herstellen. Die Kosten um ein paar Jahre zu schieben würde jetzt niemandem Luft verschaffen, da der Posten im außerordentlichen Haushalt und somit unabhängig von den großen Problemen im ordentlichen Haushalt ist.“

 
Jetzt kommt die Skulptur                  
NÖN
Woche 25/2011 - Klosterneuburg Seite 11
ERÖFFNUNG / Lange hat es gedauert, nun kann der Kreisverkehr beim Industriegebiet eröffnet werden. Die umstrittene Skulptur von Christian Marmorstein ist jetzt fertig.    Von Christoph Hornstein
Klosterneuburg / Ursprünglich für den Kreisverkehr Weidlinger Straße vorgesehen, wurde die Skulptur des Klosterneuburger Künstlers Christian Marmorstein schlussendlich in den Kreisverkehr Industriegebiet verbannt.
Nun ist das Kunstwerk, das die Klosterneuburger Stadtgemeinde mit € 60.000,- finanziert hat, fertig gestellt und wird in der Nacht vom 2. und den 3. Juli an Ort und Stelle versetzt.
Christian Marmorsteins Skulptur "Klosterneuburger Totem im Strudel der Zeit" hat im Vorfeld schon viel Wirbel ausgelöst.
Nicht nur der politischen Opposition waren die Kosten des Kunstwerks zu hoch, auch Teile der Bevölkerung stellten sich gegen diese Art der Kreisverkehrsbehübschung.
Nichtsdestotrotz bekam Marmorstein den Zuschlag, den Kreisverkehr mit seiner Kunst zu gestalten. Das Ergebnis wird am 3. Juli feierlich präsentiert. (Siehe Info-Box)


Foto NÖN:

Christian Marmorsteins Skulptur "Klosterneuburger Totem im Strudel der Zeit":
Mario G., Schlosser
Otto Goger (Text).
Christian Marmorstein,
Jörg K. (Grafik, Foto/ Druck),
Fred L. (Schlosser),
Georg Januszewski (Modeller).

Eröffnungsfeier
Christian Marmorsteins Skulptur "Klosterneuburger Totem im Strudel der Zeit"
Fertigstellung und Eröffnung im unteren Kreisverkehr Weidling - Industriegebiet,
am Sonntag 3. Juli 2011, ab 10 Uhr. Ab 8 Uhr kann beim Aufbau der Skulptur zugesehen werden. Zufahrt unterer Kreisverkehr Weidling - über die Aufeldgasse.
 

06.07.2011 | 00:00

Im Strudel der Zeit    NÖN          

 

KUNST IM KREISVERKEHR /
Die Skulptur ist aufgestellt.

 

Die Künstler und das Werk: Alfred Lustig (Sandstrahlen Firma Grabler), Berry Hackl (Aluminiumfigur), Georg Januszewski (Kirchenmodelle) Christian Marmorstein (Dompteur), Mario (Schlosser) Pettenauer (Rabas Kunstguss)Christoph (Unfried Transporte) Fritz Gadar (Etzesgeber), Wachhündin Sarah. ZVG

Foto re: NÖN - `Blick von unten´

Schrottchristbaum von Nicht- Experten gewählt
KREISVERKEHR-KUNST / Gemeinderat DI Peter Hofbauer stellt das Gremium, das die Marmorstein-Skulptur wählte, infrage.
     Foto li: Herwig Irmler– klbg1- `Blick von vorne´              20.07.2011

Redaktionelle Darstellung 1: NÖN                  

Schrottchristbaum von Nicht-Experten gewählt
KREISVERKEHR-KUNST / Gemeinderat DI Peter Hofbauer stellt das Gremium, das die Marmorstein-Skulptur wählte, infrage

VON ALEXANDRA HALOUSKA
UND JAKOB HEINREICHSBERGER

KLOSTERNEUBURG / Am 18. August 2009 startete eine Jury mit Vertretern aus Stadt und Stift die Prämierung eines Ideenwettbewerbs. Themenschwerpunkt war die Gestaltung der geplanten Kreisverkehre am Weidlinger Bahnhof und auf der Wiener Straße / Einmündung Pater-Abel Straße. Vor zwei Jahren äußerte sich Bürgermeister Mag. Stefan Schmuckenschlager in seiner damaligen Funktion als Stadtrat erstmals zur Kreisverkehrsgestaltung. „Ein unabhängiges Gremium an Fachleuten wird garantieren, dass die Gestaltung der Kreisverkehre den hohen qualitativen und ästhetischen Ansprüchen entspricht“, betonte Schmuckenschlager noch im Mai 2009 gegenüber der NÖN.

Harsche Kritik an der Jurorenkonstellation
folgt heute - zwei Jahre später und nach der Realisierung der Skulptur - von DI Gemeinderat Peter Hofbauer: „Wie kann es sein, dass die Jury diesen Schrottchristbaum um 60.000 Euro wählt, der Großteil des Gremiums aber aus Nicht-Experten besteht?“
Unter den Juroren befanden sich unter anderem:

* Der damals amtierende Bürgermeister Dr. Gottfried Schuh,
* Stadtrat Mag. Roland Honeder,
* Stadtrat Karl Hava,
* Stadtrat DI Willibald Eigner,
* Abtprimas Bernhard Backovsky,
* Stiftsmuseumskurator MMag. Wolfgang Huber,
* Dr. Walter Simek,
* Leiter der Abteilung Kultur und Tourismus des Stifts- Winfried Gerber,
* Fritz Kaufmann,
* Stadtamtsdirektor Michael Duscher und
* Baudirektor Ing. Manfred Fitzthum.

 
Keine Aussendung hat mich vom Hocker gerissen
Hofbauers Einwurf:
„Wer hat diese Jury gewählt, die überwiegend aus
Nicht-Experten besteht?“

Schmuckenschlagers Antwort darauf: „Die Jurymitglieder wurden von Stadt und Stift gestellt. Beide Parteien hatten hier ein Kontingent, das voll ausgeschöpft wurde“.
Stadtrat Hava beschreibt das Prozedere: „Ich habe eine Einladung erhalten. Wir mussten rund sieben Einsendungen bewerten. Vom Hocker gerissen hat mich damals allerdings keine.
Und Fritz Kaufmann schildert: „Ich wurde nur einmal mit dem Thema konfrontiert. Nämlich bei der Tagung im Stift. Dort wurde das Kunstwerk ausgewählt“.
Viele Projekte waren technisch nicht machbar
Gemeinderat Hofbauer lässt diese Aussagen nicht gelten: Wer trägt die politische Verantwortung für ein Kunstwerk, das selbst dem Bürgermeister offensichtlich nicht gefällt? Immerhin überlegt er ja, den Standort noch einmal zu wechseln! Was waren die Auswahl-Kriterien?
Daraufhin kontert der Stadtchef:
„Es gab einen Gemeinderatsbeschluss, bei dem der Wettbewerb beschlossen wurde. Die Umsetzung war aber Verwaltungssache“.
Stadtrat Mag. Roland Honeder (damals für Kultur zuständig) erklärt:
Das Kunstwerk sollte einen Klosterneuburg-Bezug haben. Wir haben ein würdiges Entrée für den Eingang der Stadt gesucht. Eine Realisierung des Projekts sei von Anfang an geplant gewesen“. Laut Honeder seien viele Einsendungen technisch gar nicht machbar gewesen.
Letztlich war es Christian Marmorsteins Skulptur, die das Jurorenteam überzeugte“.
Zu einer Realisierung des zweiten Gewinners wird es nie kommen. Das Stift übernimmt die Gestaltung. Die Kosten für die Umsetzung beider Skulpturen wurden ursprünglich mit je 42.000 Euro berechnet.
Der Preis für Marmorsteins Kunstwerk betrug 60.000 Euro.
Schmuckenschlager sagt dazu: „Letztlich haben wir ja - nachdem wir nur ein Kunstwerk umgesetzt haben - 24.000 Euro gespart“.
(Red. H. Irmler dazu: Das bedeutet – nach `Adam Riese´: Der Gemeinderat muss für die entsprechende Realisierung- € 84.000,- mit Mehrheit beschlossen haben. Ich werde versuchen, mit drei dokumentierten Fragen, klare Antworten zu finden!)

1. Den Mehrheitsbeschluss für das 84.000.- Euro – Projekt. (Denn die Einsparung wurde ja erst 
    unter Schmuckenschlager entschieden) Was wurde, wann, wem, zugesagt?
2. Die Plandarstellung von Marmorstein,- welche mit dem 1. Preis des Projektanten (Stadt)
    prämiert wurde - soll im Original offengelegt werden! Kosten: € 60.000,-
3. Und warum wurde der 1. Preis für
Stiglitz - Vary über versprochene € 24.000,-nicht gewährt?

Redaktionelle Darstellung 2: NÖN                 
 

VON CHRISTOPH HORNSTEIN
 
KLOSTERNEUBURG / „Na jo, so schlecht schaut des gar net aus“, zeigt sich einer der wenigen Gäste bei der feierlichen Eröffnung der Skulptur gar nicht unzufrieden mit dem Ergebnis der Gestaltung des unteren Kreisverkehrs am Beginn der Entlastungsstraße. Der freundliche Herr reiht sich damit nahtlos in die Meinung der wenigen ein, die trotz Regenwetters zur Eröffnung der Skulptur des Klosterneuburger Künstlers Christian Marmorstein gekommen waren.
Nun steht sie in voller Pracht, sieben Meter hoch, im Mittel des unteren Kreisverkehrs, dem - je nach Fahrtrichtung - Anfang oder Ende der Entlastungsstraße. Viele - zum Teil sehr emotionell - geführte Debatten sind dem endgültigen Aufstellungstermin - Samstag, 2. Juli - voran gegangen. In einer feierlichen Zeremonie, der Landtagsabgeordneter DI Willibald Eigner und Kulturstadtrat Konrad Eckl beiwohnten, wurde am Sonntagvormittag die Skulptur „Klosterneuburgs Totem im Strudel der Zeit“ ihrer Bestimmung übergeben.
Besonders die Kosten haben vor einem Jahr die Debatte über diese Art Kreisverkehrsgestaltung auf den Höhepunkt getrieben. Mit 60.000 Euro musste damals die neu gewählte Regierungsmannschaft gerade stehen, denn der Entschluss fiel noch in der Ära von Altbürgermeister Schuh.

Die Herstellung des Kunstwerks benötigte über ein Jahr
Ein Jahr arbeitete der Klosterneuburger Künstler Christian Marmorstein mit einer kleinen Künstlergruppe nun daran, das Konzept der Kreisverkehrsgestaltung in die Realität umzusetzen.
Dabei übernahmen zwei Künstler wesentliche Abschnitte des Totems: Georg Januszewski, ein Künstlerfreund Christian Marmorsteins, der mit der Gestaltung der, auf eine Art von Ästen gesetzten, Kirchen betraut war, hat bei dieser Arbeit an die vielfältigen Rituale und Zeremonien gedacht, die die Menschen dieser Gemeinden in diesen Gotteshäusern zusammenführten.
Die im Gesamtkonzept so auffallende Figur in hohen Lüften hat ein anderer Künstler geformt: Berry Hackl, seit vielen Jahren Wegbegleiter, Förderer und Freund Christian Marmorsteins und wie er weit gereist und vertraut mit anderen Kulturen dieser Erde.
„Es ist alles genau so geworden, wie ich es mir vorgestellt habe“, ist Christian Marmorstein mit seinem Werk zufrieden. Jetzt kommt so rasch wie möglich noch die Beleuchtung des Kunstwerks, damit man sich es in der Nacht auch anschauen kann. Marmorstein: „Auch die Beleuchtungskörper werden aus Stahl, in meinem Stil, gefertigt.“ An den Gerüchten, die
restliche Betonfläche werde mit Werbung zugepflastert ist
laut Marmorstein - „Da kommt nichts mehr hin“ - nichts dran.
      Christian Marmorstein
Seit Bekanntwerden des Vorhabens, in den Kreisverkehr ein modernes Kunstwerk zu stellen, teilt sich die Meinung der Bevölkerung Klosterneuburg über die Ästhetik des Kunstwerks.
Nun, nach Fertigstellung der Skulptur, fragt die NÖN ihre Leser:
Wie gefällt Ihnen die Skulptur „Klosterneuburger Totem im Strudel der Zeit“? Schreiben
Sie uns unter:
redaktion.klosterneuburg@noen.at oder an die Postadresse: NÖN,
Rathausplatz 3.
Wir veröffentlichen Ihre Meinung.

 
Redaktionelle Darstellung 3 NÖN            
Meinungen sind ausgewogen
VON CHRISTOPH HORNSTEIN          
 

KREISVERKEHRSSKULPTUR / Während Marmorsteins Kunstwerk bei den Politikern keinen Zuspruch findet, fällt das Urteil der Bevölkerung gar nicht so schlecht aus.

Klosterneuburgs Totem im Strudel der Zeit von Christian Marmorstein. Die Kunst soll polarisieren. Die Politik ist geschlossen gegen das Kunstwerk im Unteren Kreisverkehr, die Bevölkerung ist zweigeteilt. HORNSTEIN

KLOSTERNEUBURG / Mir gefällt das Kunstwerk nicht, gibt Bürgermeister Mag. Stefan Schmuckenschlager offen zu. Er wäre aber froh, dass es in Klosterneuburg möglich ist, offen über Kunst zu diskutieren. Der NÖN-Aufruf, die Bevölkerung soll ihre Meinung über die neue künstlerische Kreisverkehrsgestaltung kundtun, hatte eine wahre Flut an Leserbriefen
(Seiten 23 und 24) zur Folge. Die Überraschung: Die Auswertung ergab ein Gleichgewicht an Pro und Contra.


Von Eine Schande für die Stadt
über So schlecht schaut das gar nicht aus
bis Schön, dass diese Stadt solche großen Künstler hat
war da in Bezug auf Christian Marmorsteins Kunstwerk im Unteren Kreisverkehr so ziemlich alles zu lesen, was die Palette zu bieten hat. Nach Auszählung der Pros und Contras herrscht allerdings ein Gleichgewicht, was die NÖN- Redaktion doch sehr überrascht hat. Auch den Standort finden viele gut.

 
Bürgermeister Mag. Stefan Schmuckenschlager hat da seine Zweifel. Er könnte sich vorstellen, dass die Standortdiskussion weitergeführt wird: Es gibt Anfragen dahin gehend, ob man die Statue nicht auf einem Ort aufstellen könnte, an dem man die Detailarbeiten besser betrachten kann. Dem möchte ich mich nicht verschließen. Gleichzeitig verurteilt Schmuckenschlager die Schmieraktion vor dem Essl- Museum (Seite 4) aufs Deutlichste: Ich bedaure diesen barbarischen Akt zutiefst.
 

Zum Standort:
Wimmer: Die Freiheit der Kunst respektieren
Auch für Stadtrat Karl Hava
(SPÖ) ist der Standort schlecht. Persönlich habe er aber nichts gegen das Kunstwerk: Ich weiß, was der Künstler damit ausdrücken will, und es hat - finde ich - seinen Platz in unserer Zeit. Bei der aktuellen Budgetsituation seien die Kosten von 62.000 Euro jedenfalls weit überzogen. Deswegen habe die SPÖ auch gegen die Statue gestimmt.
Grüne-Chef Mag. Sepp Wimmer steht dem Kunstwerk offen gegenüber: Ein Kunstwerk ist nicht immer allen zugängig. Auch mir nicht immer, und Schönheit ist auch ein ganz persönliches Empfinden. Aber wenn man die Freiheit der Kunst respektieren will, so gilt das uneingeschränkt, ob es einem nun gefällt oder nicht. Und außerdem lebt Klosterneuburg schon Jahrzehnte mit der Schönheit der Babenbergerhalle, da werden wir diesen Kreisverkehrsschmuck locker aushalten.
Die Plattform Unser Klosterneuburg, vertreten durch Dr. Bernd Schweeger, hält nicht viel von derartiger Kreisverkehrsbehübschung: Mir gefällt das optisch nicht. Absurd ist auch, dass es nicht angeschaut werden kann, weil man sich an dieser Stelle voll auf den Verkehr konzentrieren muss. Und zum Standort: Die Nähe zum Recyclingplatz ist vielleicht nicht ganz zufällig.
DI Peter Hofbauer (Liste Peter Hofbauer) wettert: Einerseits ergießt sich eine Gebührenerhöhungswelle auf die Klosterneuburger Bürger und andrerseits werden locker 60.000 Euro für ein - bescheiden gesagt - umstrittenes Kunstwerk ausgegeben. Über den künstlerischen Wert muss Hofbauer noch nachdenken: Leider muss man sich oben hinstellen und anschauen und nachdenken, denn beim Fahren im Kreisverkehr ist eine Bewertung der Skulptur nicht möglich ohne Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer. Daher steht auch für Hofbauer fest: Jedenfalls falscher Standort!
Anmerkung der Redaktion: Herzlichen Dank für Ihr Mitmachen. Leider konnten wir aus Platzgründen nicht alle Leserbriefe veröffentlichen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

 

Meinungen  zum `Christbaum´  NÖN                           

ich_bins                                                                                                              

20.07.2011 17:51

Entschuldigung, aber:
Wie ist denn das gemeint:
Schmuckenschlager sagt dazu: Letztlich haben wir ja - nachdem wir nur ein Kunstwerk umgesetzt haben - 24.000 Euro gespart.
Soll das heißen, dass die Kosten mit 42.000 veranschlagt waren und der somit um knappe 50% MEHR bekommen hat? Ist das so, oder lese ich da etwas Falsches heraus?
So wie das ausschaut hätte ich lieber 84.000 gespart
.
 

Ein bisserl spät
Nach 2 (in Worten: zwei) Jahren kommt 1 (in Worten: ein) Gemeinderat drauf, dass die Kommission, welche das Kunstwerk "Zeitstrudel" (oder so ähnlich) ausgewählt hat, mehrheitlich nicht aus ausgewiesenen Experten bestand. Da merkt einer aber auch alles, leider mit angemessener Verzögerung. Und wann kommt Nessie im Durchstich?

20.07.2011 18:01

 
Empfindungen
Mann muss auch keine Noten lesen können um Musikrichtungen zu verstehen. Entweder mir gefällt etwas oder nicht! Wenn sich jemand Kunst leisten kann und es aus der eigenen Tasche bezahlt, wie der Herr "Altburger" so ist das in Ordnung. Aber wenn es mit öffentlichem Geld bezahlt wird, dann hört sich der Spaß auf. Deswegen, weil es um die Sportförderung und um die Sanierung von Sportanlagen in Klbg. nicht sehr gut steht. Noch etwas. Mir gefällt die Skulptur nicht. Und sie ist auch keine 60.000,- Euro wert. Sollte der "Künstler" 25.000,- Euro daran verdient haben, so ist es zuviel. Es gibt Menschen die für soviel Geld hart arbeiten müssen und eine Familie ernähren. Vielleicht betätigen sich diese Menschen zum Ausgleich eines harten Arbeitstages auch künstlerisch! Eine alte Holzzille oder ein altes Weinfass mit Blumen geschmückt, hätte gereicht.

Demokrat 10.07.2011 14:10

 

cb_simpsonized

Die Kunst Eisen in Gold zu verwandeln
Fladerer urteilen nach zwei Kriterien:
Künstlerisch wertvoll und/oder materiell wertvoll. (Saltiera)
Dem "Goling im Kreisverkehr" - GIK mangelt es offenbar an beidem.
Nun gut, das ist eh besser so, wenigstens braucht der `Alteisenstrudel´ nicht alle bod erneuert zu werden. So wie Kupfer-Leitungen/Dachrinnen und ähnlichem nach der Osterweiterung. 
bau-ch   08.07.2011 09:25

 
Nur im vorbeifahren?
Meine erste Reaktion war auch "man merkt, dass der Recyclingplatz in der nähe ist."
allerdings gebe ich zu bedenken: wir (ver-)urteilen viel zu schnell und meist nur aufgrund von Äußerlichkeiten.
ich habe mir vorgenommen, mir die Skulptur mal aus der Nähe und länger zu betrachten.
Es muss ja nicht Liebe auf den ersten Blick sein

dorisf    08.07.2011 09:36

 

Aha und von wo aus?
Da ist was dran, dass wir generell zu schnell urteilen. Ich fahre täglich mindestens 2x vorbei. Komme leider auch mitunter dazu, 'länger' hinzusehen. Aber beim besten willen-
Ich sehe nur ROST

dorisf   08.07.2011 08:58

 

geschmack
ihr wollt meinungen hören? ok.
meine ist die, dass dieses rostige monstrum einfach nur potthässlich ist. und nicht nur das, ich finde auch, es spottet jeder vernunft. für so etwas 60,000 euro zu zahlen. das darf doch wohl nicht wahr sein? wo leben wir?
'klosterneuburg ist anders...' wenn ich das schon höre. das soll eine begründung dafür sein, dass jemand 60,000 euro dafür bekommt, 1 jahr lang rostige teile aufeinander zu schweißen?! und weiter oben vergleicht jemand sogar die errichtung eines daches
für den recyclinghof damit?! oh, das hat ja 200.000,- euro gekostet. sowas unnötiges aber auch....
oh ja, klosterneuburg ist in der tat anders. man kann sich nur mehr an den kopf greifen. bin schon
gespannt, welcher 'künstler' sich beim neuen kreisverkehr vorm stift eine goldene nase verdient.

Altburger   08.07.2011 10:37

 

Red. Kommentar zu `Klosterneuburg ist anders´: Alt-Bürgermeister Schuh hat die Beurteilung unserer Stadt noch deutlicher gesehen. Er meinte:`Klosterneuburg ist besonders´. Das ist doch toll! Wenn man unsere Stadt so beurteilt, passt doch dieses 60.000,- Euro– Ding super dazu! Oder?

 

Schade
dass die Skulptur nicht den oberen Kreisverkehr schmückt. Die Diskussion und Ablehnung erkläre ich damit, dass Klosterneuburg eben besonders anders ist. Man schaue nach Tulln, das Klosterneuburg langsam überholt, wo viele Kreisverkehre, jeder anders geschmückt, sind. Der neue KV bei der Pater Abelstrasse kostet € 700.000,-, was sind da 60.000.- für die Optik? Das Dach am Recyclingplatz hat € 200.000,- gekostet.

Tropfi   07.07.2011 14:01

 

Genau
hinschauen, dann sieht man, welche Arbeit und künstlerische Gestaltung dahinter steckt. Es gibt leider viel zu viele Kunstbanausen, die sich aber wegen Geldmangels, weil sie sich das nicht leisten können, einfach negativ urteilen. Ich habe schon viel Geld für Restaurierung von Kunstgegenständen ausgegeben und freue mich immer wieder aufs Neue darüber.

Altburger   07.07.2011 22:46

 

Rebell und was ist die Wahrheit!
Wie soll man das Alles verstehen? Mir hat man gesagt, die FPÖ wollte dem Kunstwerk nur zustimmen, wenn der selige verstorbene Landeshauptmann aus Kärnten in diesem Kunstwerk mit verewigt worden wäre. Nach dem dies nicht möglich war, hat die FPÖ dagegen gestimmt. Und was ist das schon wieder mit den Grünen? Haben sie jetzt beim endgültigen Beschluss zugestimmt, auf den kommt es an, ja oder nein? Den meines Wissens sind, sobald ein endgültiger Beschluss kommt, alle vorherigen nicht mehr gültig und daher zum Krenn reiben!

Rebell (57)  07.07.2011 16:39


Haider war beim BZÖ
daher hatte die FPÖ-Klosterneuburg sicher keine Veranlassung, ein Denkmal für Haider zu fordern
FPÖ-Stadtrat Pitschko hat gemeint, das "Kunstwerk" erfülle vielleicht den Zweck, dass man bei Hochwasser erkennen könne, wo die Mitte des Kreisverkehrs ist und man dort erforderlichenfalls Zillen anbinden könne. Aber das hätte man auch billiger haben können.

Rebell (57)   06.07.2011 22:06

 

a) Ein Denkmal für ÖVP und die Grünen
Dieses von ÖVP und den Grünen beschlossene "Kunstwerk" soll in der Nacht beleuchtet werden? Deren Gemeinderäte schwafeln doch ständig von Energiesparen und Energiemanagement.
Ich bin für ein riesiges Schild mit dem Text: "Die ÖVP und die Grünen danken den Klosterneuburger Gebührenzahlern für die Bereitstellung von 62.000 EUR zur Errichtung dieses Denkmals für die schwarz-grüne Koalition."
Übrigens: Der endgültige Beschluss für dieses "Kunstwerk" wurde meines Wissens erst vom neugewählten Gemeinderat gefasst. Jedenfalls war Mag. Schmuckenschlager schon Bürgermeister.

Rebell (57)  07.07.2011 07:42
 

b) Widerspruch
Wenn der endgültige Beschluss zum "Kunstwerk" von einer mit absoluter Mehrheit ausgestatteten ÖVP gefasst wurde, wieso sitzen dann die Grünen mit im Boot? Haben sie etwa mit gestimmt?

Storch 06.07.2011 15:29

 

Red. Kommentar: Ich dachte – es sei schon hinlänglich bekannt, dass die Schwarzen keine Koalition mit den Grünen mehr brauchen. Jetzt wird die absolute Mehrheit der ÖVP mit viel Freude und Machtgelüsten ausgekostet. Aber eines ist auch richtig. Das `Kunstwerk-Projekt´ wurde in
der Vorgänger-Regierung geboren. Interessanterweise ohne Beschluss!
Wie nun verschiedene Aktualitäten enden werden? Etwa so, wie das Göthe einmal erkannte: `Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht´.

 

"Handschlagqualität"
Beim endgültigen Beschluss hat Bürgermeister Mag. Schmuckenschlager meines Wissens gesagt, dass es so etwas wie "Handschlagqualität" gibt.
Ich habe das so interpretiert, dass er dieses "Kunstwerk" zwar nicht will, aber es schon (zwischen wem auch immer) "vereinbart" war. Das "Kunstwerk" war ja meines Wissens ursprünglich für den Kreisverkehr vorgesehen, den dann die Firma Kolb gestaltet hat.

picusviridis 07.07.2011 06:41

 

Kommt "monströs" -
eigentlich von Monstranz ???

picusviridis 06.07.2011 06:22

 
"Im Strudel der Zeit"
... ist auch ein netter Name für die Skulptur. Mir wäre dafür "Klosterneuburger Verkehrskonzept" eingefallen.

 

Der Künstler mit vielen Ungereimtheiten...           
Marmorstein: `Hätte ich nicht so tolle Helfer,       
würde das Werk fünf Mio Schilling kosten
´ !!!                                NÖN 17/2010-10
 

1) Stichwortartige Darstellungen von Planungsaktivitäten: 
Der Kreisverkehr am Eingangstor der Stadt sollte gestaltet werden. `Das Kunstwerk lebt vom Vorbeifahren´. Geplant sind
Goldschmiedearbeiten mit detailreichem Ortsbezug.
Ohne freiwillige Helfer würde das Kunstwerk nicht € 62.000,- sondern
€ 310.000,- kosten. Natürlich soll sich auch bei mir das Geld vermehren.

Aber die Freude an
der Arbeit steht im Vordergrund.

 

2) GR DI Hofbauer:

Man könnte darüber diskutieren ob das siebenarmige Gestell überhaupt ein Kunstwerk sei.
Es ist eher als `Kraxn´ zu erkennen. Auch habe ich mir die Biografie des Herrn Marmorstein heraus geholt. Ich habe sie als lustig empfunden.

 

3) Der Gemeinderat erkennt:

Für die Gestaltung des Kreisverkehrs (unter Tag) beim Bahnhof Weidling wurde von der Stadtgemeinde Klosterneuburg ein Wettbewerb ausgeschrieben. Gewonnen wurde dieser vom Künstler Christian Marmorstein.

 
4) Der Bürgermeister-:

Mag. Stefan Schmuckenschlager zeigt für Spar-Argumente Verständnis. Meinte jedoch:
„Die Stadt muss Handschlagsqualität behalten. Da möchte ich nicht derjenige sein, der das jetzt zurücknimmt“.  (Was wurde wann – von wem – an wen – versprochen?)

Der Preis für Marmorsteins Kunstwerk betrug 60.000,- Euro. Dokumentiert sind € 62.000,-
Schmuckenschlager sagt dazu: „Letztlich haben wir ja - nachdem wir nur ein Kunstwerk umgesetzt haben - 24.000 Euro gespart“. Kann man so leicht die Versbrechen an
Katharina Stiglitz u. Stephan Vary brechen? Warum musste das Wort an Marmorstein gehalten werden?
 

5) GR Kehrer, Liste SAU:

Gibt sich stutzig. „Wieso Handschlagsqualität? Bis jetzt wurde niemandem etwas versprochen, oder? Mich würde schon interessieren, was da jetzt schon zugesagt wurde.“

 

6) GR DI Hofbauer:

Vertritt die Meinung – dass niemand mit Handschlag etwas versprochen haben könne, weil es keinen Beschluss gebe. Es sei einzig im Stadtrat beschlossen worden, einen Ideenwettbewerb zu machen. Dabei sei der Künstler als Bester hervorgegangen. Wenn es dazu einen Beschluss gegeben hätte, dann bräuchte man das heute nicht beschließen.
Es sei denn, man habe jemand etwas versprochen, was aber nicht rechtens sei, weil der Beschluss erst im Gemeinderat fallen könne.
„Außerdem: Ein Kunstwerk in die Mitte eines Kreisverkehrs zu stellen, halte ich für einen ausgesprochenen Blödsinn“.

 

7) Christian Marmorstein:

„Ich kenne die Topographie und den Kulturkreis der Gemeinde sehr gut und werde mein Wissen auch entsprechend im Werk verarbeiten".
Dabei möchte der Künstler vor allem detailbezogen werden: "Es soll eine Goldschmiedearbeit werden, die sehr filigran und detailreich sein wird“. Natürlich soll sich bei mir auch das Geld vermehren.


Fallen Stiglitz u. Vary durch den Rost? (H. Irmler)    

Da die Wahlentscheidung für Siegerpreis und Auftrag unter Bgm. Dr. Schuh ausgesetzt wurde, ist es umso spannender, wie es dann doch zur Entscheidung für `Marmorstein´ ohne
GR- Beschluss kommen konnte.


Faktum ist, dass die Planung, Projektierung und Ausführung aufgrund eines Beschlusses des Stadtrates vom
15.4.2009
für die Kreisverkehre Pater-Abel-Straße 
festgelegt wurde. Den Siegerpreis für dieses Projekt errang
der Entwurf (Bilddarstellung) vom Künstlerduo
Katharina Stiglitz
und Stephan Vary. Es sollte die
`Schleierlegende´ in moderner Formensprache zeigen.
Interessant ist die Tatsache:
Dass es zwei `Sieger´ bzw. zwei 1. Preise gab! Jeweils einer für die beiden Kreisverkehre
-
Bhf. Weidling, zugunsten des Siegers Christian Marmorstein, bzw.
Pater-Abel-Straße
,
zugunsten
des Siegerduos Katharina Stiglitz und Stephan Vary.

Warum wurde die ursprüngliche Planung abgeändert? Weiß da das Chorherrenstift eine Antwort? Jedenfalls wird der Bürgermeister Bescheid wissen - warum es nur einen Sieger gab.
 

Unfall: Auto kracht in Kreisverkehr-Kunstwerk NÖN    

BESCHÄDIGT / In den Niederungen des Baumax- Kreisverkehrs kam
es zu einem Unfall. Erst Totem stoppte Auto einer Wienerin.  
11.01.2012
Polizei, Rettung und Feuerwehr kamen zur Unfallstelle. Eine Wienerin krachte in das Kunstwerk von Christian Marmorstein beim Baumax-Kreisverkehr. Schadenshöhe am Kunstwerk noch unbekannt. FF KLBG
VON JAKOB HEINREICHSBERGER

KLOSTERNEUBURG / Am 6. Jänner kam es in den Niederungen des Baumax-Kreisverkehrs zu einem Unfall. Margarete W. aus Wien war mit ihrem grauen Toyota Corolla im Klosterneuburger Gemeindegebiet unterwegs. Sie näherte sich dem Kreisverkehr, in dessen Mitte das Kunstwerk „Klosterneuburger Totem im Strudel der Zeit“ des Künstlers Christian Marmorstein steht. Laut eigenen Angaben ließ sich die Wienerin von einem anderen Auto im Kreisverkehr ablenken und fand dann - sie geriet in eine Stresssituation - das Bremspedal nicht. Die Frau fuhr geradewegs auf das Kunstwerk zu und wurde weder vom Betonsockel noch vom aufgestreuten Kies genug abgebremst - sie krachte mit ihrem Wagen in die Skulptur.

„Schaden in Höhe von etwa vier- bis fünftausend Euro"

Die Klosterneuburger Feuerwehr und das Rote Kreuz rückten aus. Der Beifahrer, der Ehemann von Margarete W., wurde vom Roten Kreuz mit Prellungen am Brustkorb ins Landesklinikum Klosterneuburg gebracht. Die Feuerwehr war damit beschäftigt, das in die Skulptur verkeilte Auto zu befreien und an einem sicheren Ort abzustellen. Der Sachschaden am Fahrzeug ist enorm.

„Falls ich den Auftrag bekomme, müsste ich viel zerschneiden und wieder neu schweißen. Alles in allem würde das etwa vier- bis fünftausend Euro kosten. Das klingt nach viel, aber ich müsste beim Totem mit einem Generator arbeiten und mit Salpeterdampf den Rostzustand auch bei den neuen Teilen herstellen. Das ist alles sehr aufwendig“, so Christian Marmorstein, Gestalter des Kunstwerks.


Meinungen      NÖN

Rebell - Scheußliche Öde
Das Bild dokumentiert die scheußliche, Depressionen begünstigende Öde der Gegend, die durch den rostigen Schrotthaufen noch betont wird. Und dafür ist eine angebliche Expertenkommission verantwortlich. Armes Klosterneuburg!

Fink (531)

 

Der Strudel (der Zeit) hat sie halt hineingerissen
So ein Riesenstrudel im Meer war ja auch in den Prinz Eisenherz Heftln beschrieben.
Dort hat der Prinz auch seine Aleta gefunden nachdem er der
Riesenkrake (Rostkunst) auch noch entkommen ist.
Den Armen einer wunderschoenen Frau kann hingegen kein
Mann entkommen auch wenn er noch so stark ist
Wer weis auch was die Dame abgelenkt hat?
Vielleicht der heftige Heilige-Orgasimus von irgenwelchen Se*x-Vibrations_Kugeln induziert?

 

Sofort Führerschein abnehmen!
Die Dame geriet in einem Kreisverkehr in eine Stresssituation und fand das Bremspedal nicht. Autolenkern, die zu erkennen geben, während der Fahrt das Bremspedal erst suchen zu müssen, gehört sofort der Führerschein abgenommen.
Da muss man als Fußgänger beim Betreten des Zebrastreifens um sein Leben fürchten, wenn die Dame erst das Bremspedal in ihrem Auto suchen muss. Vielleicht schaut sie beim Suchen sogar in den Fußraum des Autos statt auf die Straße.

Aufrosch (325)

 

Ich bitte euch,
hat denn noch niemand den künstlerischen Wert der Deformation an dem Gebilde erkannt?
Diese, durch ein einmaliges, zufälliges Ereignis geschaffene Veränderung ist erhaltenswert!
Es zeigt unser aller Vergänglichkeit und die Reifung mit den Jahren. Ich kenne auch schon eine Kunststudentin, die das zum Thema ihrer Masterthesis machen will. Also ja nicht um teures Geld reparieren lassen.

Fink (531)

 

Weil sie auch alle
mit den Stöckelschuhen fahren müssen.
So wie es ein Handschuhfach gibt sollte es auch ein Stöckelschuhfach geben damit die Damen die Stöckelschuhe gegen
Schuhe austauschen können die die Fahrsicherheit verbessern.

Superfrog (7)

 

Glück im Unglück !
Die Sache ging noch relativ gut aus...
Der Randstein und der grobe Schotter haben dem Wagen
die ärgste Wucht genommen !
Verkehrsunfälle sind bei unseren Rettungs-Einsätzen
übrigens eher die Ausnahmen -
meistens fahren wir wegen internistischen
und neurologischen Notfällen aus !
Ach ja, und der Sanitäter rechts neben dem Patienten
(links von Notarztwagen) - das bin ich !!!
Wolfgang Schröter

Fink (531)

 

Am Besten das Totem
als Galgen für alle korrupten Politiker verwenden
dann ist der ganze Dreck doch noch zu etwas gut.

picusviridis (71)

 

Der zerbeulte Bolide ...
... sieht wie ein integrierender Bestandteil des Kunstwerkes aus, daher ist eine Wertminderung eigentlich nicht vorstellbar. Das Ganze umtaufen in "abschreckendes Beispiel eines Verkehrsunfalles" und die Geschichte passt.

 
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