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Pröll eröffnete Ausstellungen in Maria Gugging
Utl.: "Aushängeschild des niederösterreichischen Kulturlebens"
 
St. Pölten (OTS/NLK) - "Das Art Brut Center genießt mittlerweile 
weltweites Ansehen. Wer hier einmal offenen Herzens hereingegangen
ist, kann die Offenheit gegenüber den Gugginger Künstlern nie mehr verlieren",
sagte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll gestern, Donnerstag, 25. März, in Maria Gugging
und erinnerte an die Gründung des Art Brut Centers/Museum Gugging im Jahr 2006, 
um die Gugginger Künstler in ihrer Gesamtheit als "Aushängeschild des nieder-
österreichischen Kulturlebens" zu erhalten.
Anlass war die Eröffnung der beiden Ausstellungen "alo´se.! corbaz" 
und "hauser's frauen".
 
"Innerhalb der gesamten kulturellen Spannbreite legt
Niederösterreich größten Wert auf moderne Kunst. Mit ihren Anstößen zu kritischer 
Auseinandersetzung ist sie von unschätzbarem Wert. Weil gerade große
Künstler zu ihren Lebzeiten oft verkannt werden, gebietet es
der Respekt, sie bereits zeitlebens zu würdigen. 
Nicht zuletzt als Motivation für eine lebendige künstlerische 
Szene in Niederösterreich", so Pröll.
 
Die Schweizerin Alo´se Corbaz (1886 bis 1964), deren Kunstwerke ausschließlich 
während ihres über 40-jährigen, durch übersteigertes Liebesbedürfnis hervor-
gerufenen Psychiatrieaufenthaltes entstanden, ist die bekannteste
weibliche Künstlerin der Art Brut. Glanzstück der Ausstellung 
ist das zwölf Meter lange Rollbild "Rouleau de la
nativité (Rollbild der Geburt Christi)".
 
Der 1994 im Alter von 68 Jahren verstorbene Johann Hauser, der den
Großteil seines Lebens in Maria Gugging verbrachte und sich ausschließlich 
mit Frauenbildnissen beschäftigte, zählt zu den führenden männlichen Vertretern 
der Art Brut. Für die Ausstellung kehrte auch sein Hauptwerk aus dem Jahr 1986,
"Drei Frauen", nach Gugging zurück. Die Werke beider Ausstellungen 
kommen aus dem Kunstmuseum Solothurn sowie aus 
mehreren Privatsammlungen in der Schweiz 
und Österreich, darunter die Diamond Collection.
Gemeinsam mit diesen temporären Ausstellungen ist auch die
ständige Präsentation "gugging classics 3" zu sehen. Diese dritte
Neuhängung geht u. a. zu den Ursprüngen in den 1960er-Jahren zurück
und präsentiert erste Testzeichnungen, die Leo Navratil anfertigen
ließ, sowie eine 1994 für den Steirischen Herbst entstandene
Installation.
 
Ausstellungsdauer: bis 26. September; Öffnungszeiten (Museum und
Galerie): Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr bzw. im Sommer bis
18 Uhr. Nähere Informationen beim Museum Gugging unter 02243/870 87,
e-mail museum@gugging.org und www.gugging.at.
Rückfragehinweis:
   Niederösterreichische Landesregierung 
   Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
   Tel.: 02742/9005-12175
   www.noe.gv.at/nlk
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261001 Mär 10
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